Ab sofort Rettungswestenpflicht für das Schulrudern

Schulsenator Ties Rabe hat für das Schulrudern jetzt eine allgemeine Rettungswestenpflicht angeordnet. Gleichzeitig strebt die Schulbehörde gemeinsam mit den Ruderverbänden und -vereinen eine generelle Regelung für die Sicherheit beim Rudern an. Dazu sollen in Kürze gemeinsame Gespräche stattfinden.

Senator Ties Rabe: „Es ist das Ziel, die gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Vereinen fortzusetzen und dabei neue Regeln aufzustellen, um die größtmögliche Sicherheit für Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten. Als Schulbehörde können wir aber nicht warten, bis landesweit oder gar bundesweit all diese Fragen beantwortet sind. Hier hat die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler absoluten Vorrang. Um Hamburgs Schülerinnen und Schülern schon jetzt das höchste Maß an Sicherheit zu bieten, werden bis zum Abschluss der gemeinsamen Beratungen als Sofortmaßnahme alle Schülerinnen und Schüler, die im Sportunterricht rudern, auf allen Gewässern eine Rettungsweste tragen. Die Schulbehörde wird die dafür nötigen noch fehlenden Rettungswesten so schnell es geht beschaffen.“ Weiterlesen →


Lange Nacht der Museen: Polizeimuseum dabei

Die Lange Nacht der Museen ist seit 13 Jahren eine erfolgreiche Veranstaltung der Hamburger Museen. Rund 30.000 Besucher erobern jedes Jahr die Ausstellungshäuser.

In diesem Jahr beteiligt sich erstmals das Polizeimuseum Hamburg an der Langen Nacht der Museen.

Das Polizeimuseum wird erst im Spätsommer 2013 offiziell eröffnet, aber schon jetzt erhalten Besucher exklusiv die Möglichkeit, zu erleben, wie sich Hamburgs 200-jährige Polizeigeschichte lebendig erzählen, anschauen und anfassen lässt. Ehemalige und aktive Polizeibeamte geben Einblick in spektakuläre Kriminalfälle. Spurensicherer des Landeskriminalamtes führen in die Tatortarbeit ein.

Im Gespräch mit Polizeipräsident Wolfgang Kopitzsch erfahren Besucher mehr über Hamburgs Polizei im Nationalsozialismus.

Zwei Hamburger Krimiautoren werden zu mitternächtlicher Stunde für Gänsehaut sorgen.

Besucher sind herzlich willkommen. Tickets können im Foyer des Polizeimuseums erworben werden. Weitere Informationen auf www.langenachtdermuseen-hamburg.de


40 Jahre Helmut-Schmidt-Universität

20130322-133756.jpg Vor 40 Jahren, im Jahre 1973 wurde die Hochschule der Bundeswehr, spätere Universität der Bundeswehr und heutige Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg-Jenfeld gegründet. Die Initiative zur Begründung ging auf den vormaligen Bundesminister der Verteidigung, Helmut Schmidt zurück, der auf die Frage eines Offizieranwärters “Warum sollen Offiziere studieren?” antwortete, er habe im Zweiten Weltkrieg genug dumme Offiziere erlebt, die dumme Dinge getan hätten!
Nach nunmehr 40 Jahren hat sich die HSU zu einem festen und integralen Baustein in der hamburgischen Wissenschafts- und Forschungslandschaft entwickelt. Oder, wie es meine Senatskollegin Dr. Dorothee Stapelfeldt anlässlich des heutigen Senatsempfanges sagte: “Gebe es die HSU noch nicht, müsste man sie erfinden!” Treffender lässt es sich nicht sagen.

Und auch ich habe der HSU unendlich viel zu verdanken – das Studium von 1992 bis 1995 und später als Mitarbeiter von 2009 bis 2011.
Herzlichen Glückwunsch!!!


Schulmuseum zeigt Ausstellung „Opfer rechter Gewalt“

Ausstellungseröffnung am 11.03.2013 und Lesung am 20.03.2013 im Hamburger Schulmuseum

Im Rahmen der hamburgweiten Aktionstage „Internationale Wochen gegen Rassismus“ zeigt das Hamburger Schulmuseum vom 11. bis 28. März die Ausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990“. Am 20.03.2013 liest Claudia Hempel aus ihrem Buch „Wenn Kinder rechtsextrem werden“ in der Aula des Schulmuseums auf St. Pauli.

Die Ausstellung porträtiert 169 Menschen, die seit 1990 rechter Gewalt zum Opfer fielen. Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der extremen Rechten kein Platz ist; manche, weil sie den Mut hatten, Nazi-Parolen zu widersprechen. Einige Schicksale bewegten die Öffentlichkeit, viele wurden kaum zur Kenntnis genommen, vergessen sind die meisten. Die Ausstellung ruft diese Menschen in Erinnerung.

Die Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990“ ist ein Projekt der Künstlerin Rebecca Forner und der Opferperspektive e.V. in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung.

Die Autorin Claudia Hempel liest am Mittwoch 20.3.2013 um 18.00 Uhr aus ihrem Buch „Wenn Kinder rechtsextrem werden” in der Aula des Schulmuseums. Der Eintritt ist frei. Weiterlesen →


Hamburg bekennt Farbe!

Helmut Schmidt hat es getan. Simone Young und John Neumeier auch. So wie der Bundeskanzler a.D., die Generalmusikdirektorin und der Ballettdirektor des Hamburg Ballett haben sich zahlreiche Personen und Organisationen zu dem Aufruf von „Hamburg bekennt Farbe“ bekannt. Dazu gehören etwa Budni-Chef Cord Wöhlke, Otmar Kury, Präsident der Rechtsanwaltskammer, Firmen wie Gruner + Jahr und Airbus Operations, aber auch das Hamburger Institut für Sozialforschung, die Elternkammer, die Baseballspieler der ETV Hamburg Knights, die Jesus Freaks Wedel, der Weisse Ring und der Landesseniorenbeirat.

Die Vielfalt der Unterstützer ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie weltoffen und bunt Hamburg ist. Die Kampagne sendet ein eindrucksvolles Signal: In Hamburg haben Neonazis und Menschenfeinde keine Chance Weiterlesen →


Verfassungsklage gescheitert

Das Hamburgische Verfassungsgericht (Az. HVerfG 3/10) hat heute unter dem Vorsitz seines Präsidenten Gerd Harder das Urteil verkündet, mit dem der Antrag dreier Bürger der Freien und Hansestadt Hamburg, den Volksentscheid vom 18. Juli 2010 über die Hamburger Schulreform für rechtswidrig und ungültig zu erklären, abgelehnt wird.

Die Antragsteller hatten den Volksentscheid mit der Begründung angefochten, sowohl hinsichtlich der (erfolgreichen) Vorlage der Volksinitiative „Wir wollen lernen!“ als auch der (unterlegenen) Gegenvorlage der Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg seien Zustandekommen, Gegenstand der Abstimmung, Durchführung des Abstimmungsverfahrens und Ermittlung des Abstimmungsergebnisses rechtswidrig gewesen. Über den Anfechtungsantrag hat das Gericht am 20. Juni 2011 mündlich verhandelt. Weiterlesen →


Besonnenheit hilft

Man sollte in der jetzigen Zeit von Hauruck-Aktionen absehen. Ich warne vor Schnellschüssen und plädiere dafür, vor möglichen Veränderungen mit allen Beteiligten zu sprechen und auch die Erfahrungen anderer Bundesländer in dieser Angelegenheit zu berücksichtigen.

Die Kommunikation des Schulsenators in dieser Sache ist unglücklich. Zuvor hatte sich auch der Schulreformgegner und CDU-Bürgerschaftskandidat Walter Scheuerl skeptisch zum Vorhaben der CDU-geführten Schulbehörde geäußert.


Lug & Trug

CDU-Sozialsenator Dietrich Wersich (CDU) täuscht die Öffentlichkeit über die tatsächliche Belastung durch die jüngste Kita-Gebührenerhöhung. Wersich hatte die Gebührenerhöhung unter anderem mit der Aussage gerechtfertigt, nur rund drei Prozent der Eltern müssten künftig den neuen Höchstsatz zahlen. Jetzt wurde bekannt: Sogar 18,3 Prozent – und damit fast jede fünfte Familie – ist vom Höchstsatz betroffen.

7000 Familien und damit 10 Prozent der Kita-Kinder mehr sind von der Gebührenerhöhung betroffen. Dreimal so viele Familien wie ursprünglich vom Senat angekündigt haben den neuen Höchstsatz zu zahlen. Entweder hat sich der Senat verrechnet, oder er hat die Öffentlichkeit getäuscht. Beides ist nicht akzeptabel.

Ich glaube, die Sozialbehörde hat keine anständige Berechnungsgrundlage für ihre Prognose gehabt. Dann hätte sie das sagen müssen. So bleibt zumindest der konkrete Verdacht, die Zahlen seien geschönt worden um die Empörung geringer zu halten. Für letzteres spricht die Tatsache, dass die Kinderzahlen teilweise bis in den 100er-Bereich genau beschrieben worden waren.

Auch die Behauptung, es gebe einige ärmere Stadtteile, in denen 90 Prozent der Eltern gar nicht von der Gebührenerhöhung betroffen seien, ist falsch. Schließlich sind alle Eltern von der Erhöhung des Essensgeldes betroffen. Und diese Erhöhung macht sich bei den kleinen Beitragssätzen besonders bemerkbar. Wenn eine Familie mit geringem Einkommen plötzlich für zwei Hortkinder 58 Euro mehr an Essensgeld pro Monat zahlen soll, dann werden es diese Eltern als Verhöhnung empfinden, wenn der Sozialsenator behauptet, die Familie sei nicht betroffen.


Stadtteilschule ist Zukunft

Die Versäumnissen des Senats vor der Arbeitsaufnahme der Hamburger Stadtteilschulen wiegen schwer. Die Stadtteilschule hat das Zeug, die Zukunftsschule für Hamburg zu werden. Aber ihr Start wird erschwert, weil der Senat versäumt hat, früh genug ein tragfähiges Konzept für die Schulen zu entwickeln. Bei nötigen Baumaßnahmen gibt es vereinzelt Verzögerungen. Probleme gibt es bei der Versorgung der Schulen mit Gymnasiallehrern.

Die Schulbehörde hat den Start der Stadtteilschulen verschlafen. Das ist schlecht, weil eine schnelle Abstimmung mit den Schulen den Fehlstart hätte verhindern können. Die Stadtteilschule bleibt ein Zukunftsvorhaben, das Kindern große Chancen eröffnet – trotz der aktuellen Schwierigkeiten, die schnell beseitigt werden müssen. Das gilt auch für das Ziel, dass jede Stadtteilschule durch eine zumindest einzügige Oberstufe den Weg zum Abitur anbiete. Auch hier muss dringend noch nachgesteuert werden. Die behördeninterne Arbeitsgruppe muss so schnell wie möglich ein tragfähiges Konzept vorlegen.

Wir haben klare Forderungen an den Senat: So muss jede Schule eine Oberstufe mit einem ansprechenden Profil anbieten, weiter sollten möglichst viele Stadtteilschulen möglichst schnell zu Ganztagsschulen werden. Schließlich müssen die neuen Schulen Kinder mit sozialpädagogischem Förderbedarf nicht nur aufnehmen sondern auch bestmöglich fördern.


Pisa: Fortschritt ist möglich

Aus meiner Sicht zeigen die jetzt veröffentlichten Pisa-Ergebnisse, dass Fortschritte in der Qualität der schulischen Bildung möglich sind. Dafür muss das bestehende Schulsystem verändert werden – aber nicht mit der Brechstange. Andere Bundesländer zeigen, dass auch Optimierungen innerhalb des Schulsystems erhebliche Verbesserungen bringen.

Mit Blick auf Hamburg stelle ich fest, dass die Stadt jetzt mit der vierjährigen Grundschule, den weiterführenden Stadtteilschulen und Gymnasien sowie den Berufsschulen eine vernünftige Schulstruktur hat. Diese Schulstruktur muss in den nächsten zehn Jahren von innen optimiert werden. Es kommt darauf an, die Qualität des Unterrichts und der Bildungsangebote zu verbessern sowie Förderangebote und Ganztagesangebote auszubauen. Diese Punkte müssen ganz nach oben auf die Tagesordnung. Klare Zielvorgaben und regelmäßige Überprüfungen der Schulen sollten darüber hinaus sicherstellen, dass die Zahl der Schulabbrecher halbiert und die Leistung aller Schülerinnen und Schüler verbessert wird.