Ramadan hat begonnen

Der Fastenmonat Ramadan hat begonnen. Ich sende meine herzlichen Grüße an alle Menschen muslimischen Glaubens in Hamburg und in ganz Deutschland und wünsche ihnen einen guten und gesegneten Ramadan.

Muslime sind selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft und der Ramadan ist daher seit Jahren fester Bestandteil des Kalenders religiöser Feste in Deutschland. In Hamburg erleben wir immer wieder, dass gerade während des Fastenmonats Muslime und Nichtmuslime miteinander ins Gespräch kommen. Der Ramadan ist somit auch in erster Linie ein soziales Ereignis für den Dialog über ein gutes und faires Miteinander.

Hamburg ist eine weltoffene und liberale Stadt, die geprägt ist durch sozialen Zusammenhalt. Darauf sind wir stolz. Jeder und jedem ist es möglich, Traditionen zu bewahren und die eigenen Bräuche offen zu leben. Das ist die große Stärke unserer offenen Gesellschaft. Der Senat steht für diese Kultur der Anerkennung im gesellschaftlichen Umgang miteinander. Wir freuen uns darauf, auch in diesem Jahr den Fastenmonat gemeinsam mit unseren muslimischen Freundinnen und Freunden zu feiern!


Ramadan-Empfang 2009

Bei unserem diesjährigen Ramadan-Empfang habe ich für Toleranz zwischen den Kulturen und Religionen in Hamburg geworben. Vor rund 1000 Gästen im Rathaus wies ich darauf hin, dass trotz aller Konflikte in der Welt es in Hamburg die Bereitschaft, die Stärke und den gegenseitigen Respekt, gemeinsam für Frieden und Freiheit und damit für das Wohl unserer Stadt zu einzustehen gibt.

Gleichzeitig nahm ich den schwarz-grünen Senat in die Pflicht, die Gespräche über eine vertragliche Vereinbarung mit den Muslimen zügig zu einem Abschluss zu bringen. Der Senat muss dabei auch klären, wie er sein Verhältnis zu den entsprechenden Gemeinden in Zukunft gestalten will: Es kann nicht sein, dass er auf der einen Seite Gespräche über einen Staatsvertrag führt und auf der anderen Seite die Gesprächspartner vom Verfassungsschutz überwachen lässt.

Ich plädiere dafür, dass wir es endlich schaffen, die Religionsgemeinschaften in unserer Stadt rechtlich und damit auch emotional gleich zustellen. Der seit acht Jahren stattfindende Ramadan-Empfang meiner Fraktion soll dazu einen Beitrag leisten. Ich bedauere es, dass auf die bereits im Oktober 2006 von der CDU gemachte Ankündigung, Verhandlungen über einen entsprechenden “Staatsvertrag” mit den Hamburger Muslimen aufzunehmen, neben vielen Gesprächen nicht viel passiert ist. Ich fordere den CDU-GAL-Senat auf, sich stärker bei diesen Gesprächen einzubringen, damit wir dieses wichtige Ziel endlich gemeinsam erreichen.

Hier meine Begrüssungsrede: Weiterlesen →