In Hamburg hat der Katastrophenschutz seit der Sturmflut von 1962 eine ganz besondere Bedeutung erlangt und die damals gemachten Erfahrungen bilden noch heute die Grundlagen für die Führung im Katastrophenschutz. Auch im militärischen Bereich hat das Führen von großen und komplexen Lagen mit Hilfe von Stäben eine lange Tradition. In der Katastrophenabwehr und bei Großschadenslagen unterhalb der Katastrophenschwelle hat sich dieses Prinzip in Jahrzehnten ebenfalls bewährt.
Es gibt noch einen Grund, warum es immer wichtiger wird, sich im Rahmen der Einsatzführung gut aufzustellen: In unserer heutigen Welt muss bei immer komplexer werdenden Schadensereignissen eine hohe Informationsdichte in einer immer kürzeren Zeit verarbeitet werden. Dazu kommt, dass die Auswirkungen von Schadensereignissen selten nur auf den Schadensort – und damit für die örtliche Einsatzleitung sichtbar -begrenzt sind.
Vielmehr gilt es, auch großräumige Auswirkungen zu beachten und bei Bedarf für eine frühzeitige und angemessene Information der Bevölkerung zu sorgen.
Bei der Feuerwehr Hamburg übernimmt diese Aufgaben als rückwärtiger Führungsstab die sog. „Feuerwehr-Einsatz-Leitung“, die „FEL“, in deren Räumlichkeiten wir uns hier befinden und die wir Ihnen heute im Zuge der offiziellen Inbetriebnahme vorstellen möchten. Dabei hat die FEL nicht nur die Ressourcen der Feuerwehr im Blick, sondern kümmert sich auch um den Einsatz aller einbezogenen Organisationen der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr, sei es das THW, die Hilfsorganisationen oder private Dienstleister, die zur Einsatzbewältigung beitragen. Weiterlesen →