In den späten Nachmittagsstunden des gestrigen Tages erreichten mehrere Gewitter den Norden von Hamburg und breiteten sich Richtung Süden und Osten aus. Durch den Starkregen, der teilweise mehr als 50l/m² brachte, liefen im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Keller voll.
Die Feuerwehr löste den Ausnahmezustand aus und hat die Einsätze mit Hilfe von insgesamt 63 Freiwilligen Feuerwehren bis in die Morgenstunden abgearbeitet. Folgende besonderen Gebäude waren u.a. betroffen: Rathaus, Behörde für Inneres und Sport, Hauptbahnhof, Alster Einkaufs Zentrum, Europapassage (dort sind großflächig Zwischendecken auf mehreren Ebenen eingestürzt), zahlreiche Hotels und Theater, Atlantic Hotel und das US-Konsulat. In der Willi-Brand-Straße drohten die unterspülten Fassaden von insgesamt 3 Gebäuden (u.a. das Lokal Grönninger) einzustürzen. In Bergedorf war der gesamte Straßenzug der Rektor-Ritter Str. überflutet.
In das Gebäude “Berliner Bogen” am Ankelmannplatz schlug der Blitz im 7.OG. ein. Zu Spitzenzeiten waren weit mehr als 1.000 Feuerwehrfrauen und -männer zeitgleich im Einsatz um den Wassermassen Herr zu werden. Bis in die Morgenstunden war die Feuerwehr damit beschäftigt die Hilfeersuchen abzuarbeiten.
Im Zeitraum vom 16:00 – 22:00 Uhr kam es zu ca. 1.200 wetterbedingten Einsätzen, zu denen bis 06:00 Uhr morgen früh ca.700 Einsätzen des parallel laufenden “Alltags-Einsatzaufkommen” dazu addiert werden müssen (zum Vergleich: Durchschnittliche Gesamteinsatzzahl in 24 Stunden: ca.650). Zusätzlich kam es in dem Zeitraum von 19:30 – 20:30 Uhr zu einem massiven Anstieg der Rettungsdiensteinsätze, der ein verschieben von zahlreichen Ressourcen im Stadtgebiet nötig machten.
Ich danke den Kollegen und Kameraden unserer Feuerwehr ganz ganz herzlich für ihren Einsatz. Unsere Feuerwehr hat wieder einmal bewiesen, dass sie trotz aller Widrigkeiten den Hamburgerinnen und Hamburgern zur Seite steht und Hilfe leistet. Das ist ist nicht selbstverständlich, deshalb meinen herzlichen Dank und meine Anerkennung für unsere Feuerwehr!