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	<title>Michael Neumann &#187; Nordstaat</title>
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	<description>Senator für Inneres und Sport der Stadt Hamburg</description>
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		<title>Norddeutsche Zusammenarbeit in der Inneren Sicherheit</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Feb 2012 08:00:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[

Der F&#246;deralismus als pr&#228;gendes Strukturmerkmal der Bundesrepublik Deutschland mit Gliederung in 16 eigenst&#228;ndige Bundesl&#228;nder bewirkt eine vielf&#228;ltige horizontale und vertikale Aufgabenverteilung zwischen Bund und L&#228;ndern.
Diese Verantwortungs- und Gewaltenteilung zwischen Bundesaufgaben und Kompetenz der Bundesl&#228;nder hat sich bew&#228;hrt. 
Einerseits gew&#228;hrleisten zentralstaatliche Kompetenzen f&#252;r &#252;berregionale Politikfelder die einheitliche Entwicklung in Deutschland, andererseits flie&#223;en regionale Kenntnisse, Erfahrungen und [...]]]></description>
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<p>Der F&#246;deralismus als pr&#228;gendes Strukturmerkmal der Bundesrepublik Deutschland mit Gliederung in 16 eigenst&#228;ndige Bundesl&#228;nder bewirkt eine vielf&#228;ltige horizontale und vertikale Aufgabenverteilung zwischen Bund und L&#228;ndern.<br />
Diese Verantwortungs- und Gewaltenteilung zwischen Bundesaufgaben und Kompetenz der Bundesl&#228;nder hat sich bew&#228;hrt. </p>
<p>Einerseits gew&#228;hrleisten zentralstaatliche Kompetenzen f&#252;r &#252;berregionale Politikfelder die einheitliche Entwicklung in Deutschland, andererseits flie&#223;en regionale Kenntnisse, Erfahrungen und Besonderheiten der Bundesl&#228;nder in besonderer Weise in die politischen Entscheidungsprozesse ein. </p>
<p>Daraus ergibt sich aber auch f&#252;r alle Beteiligten die Notwendigkeit, in diesen verteilten Verantwortlichkeiten ein hohes Ma&#223; an Kooperationsf&#228;higkeit und Kooperationsbereitschaft aufzubringen. Nur so kann es zum Ausgleich von Interessengegens&#228;tzen, zur &#220;berwindung bestehender Schnittstellen und insgesamt zu vergleichbaren Lebensverh&#228;ltnissen kommen. Und mit Blick auf die voranschreitende Globalisierung, die internationale Vernetzung von Gesellschaften und Wirtschaftsr&#228;umen sowie die rasante Technologieentwicklung in allen Lebensbereichen muss der F&#246;deralismus aus der politischen Warte heraus &#252;bergreifender gedacht werden. <span id="more-7538"></span></p>
<p>Denn viele Entwicklungen in den unterschiedlichsten Lebens- und Politikfeldern machen nicht mehr an L&#228;ndergrenzen Halt.<br />
Das gilt besonders auch f&#252;r den Bereich der Inneren Sicherheit als ein Kernbereich staatlicher Daseinsvorsorge.<br />
Es liegt daher im besonderen Interesse Hamburgs, hier Kooperation mit anderen Bundesl&#228;ndern einzugehen. </p>
<p>Diese sind nicht neu, werden insbesondere im Nordverbund langj&#228;hrig intensiv gelebt und funktionieren – ungeachtet manch gegenteiliger unzutreffender Darstellung in der &#246;ffentlichen Wahrnehmung &#8211; auch sehr gut.<br />
Zwischen den L&#228;ndern Schleswig-Holstein, Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg gibt es eine Vielzahl von vertrauensvollen und fruchtbaren Kooperationen. Wir werden Bew&#228;hrtes in der Zusammenarbeit festigen und vertiefen.<br />
&#220;berall dort, wo sich vern&#252;nftige M&#246;glichkeiten f&#252;r weitere Zusammenarbeit ergeben, wollen wir diese zum Vorteil in der Aufgabe und damit f&#252;r das Gemeinwesen nutzen.</p>
<p>Diese Kooperationen sind seit langen Jahren politisch auf den Ebenen der Ministerpr&#228;sidenten und Senatschefs, der Fachministerebene und der Chefs der Staats- und Senatskanzleien sowie in den Verwaltungsebenen institutionalisiert.</p>
<p>Grundlegende Ans&#228;tze und &#220;berlegungen zu Kooperationen<br />
Es gibt vielf&#228;ltige gute Gr&#252;nde f&#252;r enge Kooperationen &#252;ber die Landesgrenzen hinweg, z.B.: </p>
<p>?	Metropolregion: Hamburg als Kern einer Metropolregion mit insgesamt ca. 4 Mio. Einwohnern hat vielf&#228;ltige wirtschaftliche und strukturelle Verflechtungen in das Umland. Fachaufgaben bleiben nicht ohne Wechselwirkung auf die jeweils benachbarten Bereiche. </p>
<p>?	Moderne Informations- und Kommunikationstechnologien: Die Entwicklungen sind gekennzeichnet u.a. durch hohe Komplexit&#228;t, beschleunigte Innovationszyklen und zunehmende Vernetzung aller Lebensbereiche. Mit Kooperationen k&#246;nnen die Beteiligten Technik-Infrastruktur gemeinsam aufbauen und nutzen, Investitions- und Betriebskosten reduzieren und damit einen wirksamen Beitrag zur Entlastung der Haushalte leisten.</p>
<p>?	Fachliche Gr&#252;nde: viele Themenfelder der Inneren Sicherheit (Gefahrenabwehr, Strafverfolgung) weisen l&#228;nder&#252;bergreifende Bez&#252;ge auf, k&#246;nnen deswegen nicht isoliert nur aus Sicht eines Bundeslandes oder des Stadtstaates Hamburg betrachtet werden. Zu nennen w&#228;ren z.B. an die Kriminalit&#228;tsbereiche der Rocker-Kriminalit&#228;t, Betr&#252;gereien unter Nutzung des weltweiten Internet &#8211; Cyber-Crime- , Gef&#228;hrdungen durch den internationalen Terrorismus, Bek&#228;mpfung des politischen Extremismus von Rechts oder Links, aber auch Fragen der Schiffssicherheit auf der Elbe und im Bereich des deutschen K&#252;stenmeeres, Fragen der Bew&#228;ltigung von Gro&#223;schadenslagen im Bereich des Bev&#246;lkerungs- und Katastrophenschutzes, Fragen der Verkehrssicherheit auf den Verkehrsadern der Metropole usw. .</p>
<p>?	Kostenfragen: Die enorme Staatsverschuldung in Bund und L&#228;ndern erfordert konsequente Schritte zur Haushaltssanierung (Stichwort: „Schuldenbremse“ bis 2020). Wir m&#252;ssen alle Anstrengungen unternehmen, bei knapper werdenden Haushaltsmitteln die essentiellen Aufgaben der staatlichen Daseinsvorsorge – dazu z&#228;hle ich den Politikbereich Inneres &#8211; unter Wahrung der Qualit&#228;t auch k&#252;nftig wirtschaftlich finanziert werden k&#246;nnen. </p>
<p>Erfolgreiche Kooperationen – Beispiele<br />
F&#252;r zahlreiche Themenfelder in Verantwortung der Innenressorts besteht im Verbund der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder (d.h. f&#252;r Hamburg, Bremen, Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern) seit langen Jahren eine intensive und f&#252;r die Beteiligten f&#246;rderliche Kooperation; Beispiele: </p>
<p>Statistikamt Nord<br />
Zu Beginn des Jahres 2004 haben die L&#228;nder Hamburg und Schleswig-Holstein ihre bis dahin eigenst&#228;ndigen Statistik&#228;mter zu einem gemeinsamen „Statistikamt Nord“ zusammengelegt. Diese auf Nachhaltigkeit angelegte Kooperation hat auf dem Gebiet der Statistik zu erheblichen Einsparungs-, B&#252;ndelungs- und Synergieeffekten gef&#252;hrt. </p>
<p>Dataport<br />
Durch die Gr&#252;ndung von Dataport konnte ein f&#252;r Norddeutschland bedeutender IT-Dienstleister f&#252;r die Verwaltung geschaffen werden. Die L&#228;nder Hamburg und Schleswig-Holstein nutzen Dataport als Voll-Dienstleister, die weiteren Bundesl&#228;nder Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen in einzelnen Segmenten f&#252;r ihre Verwaltung.<br />
Mit Zentralisierung dieser Infrastrukturleistungen konnten f&#252;r die beteiligten L&#228;nder jeweils erhebliche Kostensynergien erzielt werden. Zugleich bietet Dataport dar&#252;ber hinaus die Voraussetzungen f&#252;r eine l&#228;nder&#252;bergreifende Entwicklung im Bereich E-Goverment.</p>
<p>Kooperationen im Polizeivollzug</p>
<p>Wasserschutzpolizeiliche Zust&#228;ndigkeiten auf der Elbe<br />
Im Bereich der Elbe praktizieren die L&#228;nder Niedersachen, Schleswig-Holstein und Hamburg seit Jahrzehnten eine sehr erfolgreiche und enge Sicherheitskooperation.<br />
Die Wasserschutzpolizei Hamburg nimmt z.B. auf der Elbe von Hamburg bis Cuxhaven die wasserschutzpolizeilichen Aufgaben wahr. Dieses geschieht im Einvernehmen mit den beiden Nachbarl&#228;ndern Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie gegen anteilige Kostenerstattung und ist vertraglich geregelt.<br />
Diese Regelung hat sich fachlich &#252;beraus bew&#228;hrt, bedeutet eine sinnvolle und ressourcenschonende B&#252;ndelung von Sicherheitskompetenzen weitgehend in einer Hand. Schnittstellen und Abstimmungsbedarfe mit benachbarten Bereichen werden auf ein unumg&#228;ngliches Ma&#223; reduziert.<br />
Insgesamt haben wir hier eine f&#252;r den Wirtschaftsstandort Hamburg mit seiner &#252;berregional bedeutsamen Hafenwirtschaft eine ausgesprochen wirksame und kosteng&#252;nstige Regelung gefunden.<br />
Daneben gibt es zahlreiche weitere Felder einer guten langj&#228;hrigen Zusammenarbeit, z.B.<br />
?	Gemeinsame Leitstelle der Wasserschutzpolizeien der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder (HH, HB, MV, NI und SH) in Cuxhaven, eingerichtet 2002 mit dem Auftrag zur Analyse und Verbesserung der Maritimen Sicherheit und enger Koordination der Einsatz- und &#220;berwachungsaufgaben im Bereich des K&#252;stenmeeres<br />
?	Aufbau des Maritimen Sicherheitszentrums (Cuxhaven), eingerichtet 2005 von Bund und K&#252;stenl&#228;ndern mit dem Auftrag einer verbesserten Gefahrenabwehr bzw. eines wirksamen Schadens- und Unfallmanagements f&#252;r die Schifffahrt auf Nord- und Ostsee in enger Kooperation mit dem Havariekommando und der WSP-Leitstelle.<br />
?	Entwicklung und Durchsetzung gemeinsamer Eigensicherungs-Ma&#223;nahmen f&#252;r Schiffe und Hafenanlagen im Bereich der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder zur verbesserten Abwehr terroristischer Angriffe. </p>
<p>TK&#220;-Zentrum Nord<br />
Es ist kennzeichnend insbesondere f&#252;r Delikte der Schwerkriminalit&#228;t und der Organisierten Kriminalit&#228;t, dass Tatverd&#228;chtige ihre kriminellen Aktivit&#228;ten in hohem Ma&#223;e unter Nutzung moderner Kommunikationsmittel planen, abwickeln, aber auch vor Zugriff von au&#223;en abschotten wollen.<br />
F&#252;r erfolgreiche polizeiliche Ermittlungen ist es daher unverzichtbar, im gesetzlichen Rahmen auch die Telekommunikation zu &#252;berwachen. Hierf&#252;r hat die Polizei hochkomplexe und moderne Technik vorzuhalten, deren Finanzierung – wollte man sie in jedem Bundesland isoliert t&#228;tigen &#8211; zunehmend an engen Haushaltsgrenzen st&#246;&#223;t.<br />
Vor diesem Hintergrund haben sich die f&#252;nf Nordl&#228;nder (HH, HB, SH, Nds, MV) Ende 2011 darauf verst&#228;ndigt, eine gemeinsames Rechen- und Dienstleistungszentren an den Standorten Hannover und Hamburg einzurichten. Die Vorarbeiten haben bereits begonnen, eine Inbetriebnahme dieser gemeinsamen Einrichtung ist f&#252;r 2016 vorgesehen. Alle teilnehmenden L&#228;nder werden von dieser Zentralisierung fachlich und wirtschaftlich profitieren: neben einer Technik auf modernstem Stand k&#246;nnen zugleich merkliche Einsparungen im Bereich der Investitions- und Betriebskosten erwartet werden.</p>
<p>Zusammenarbeit der SEK<br />
Zur Bew&#228;ltigung besonderer Einsatzlagen (z. B. Geiselnahmen, Entf&#252;hrungen, bewaffnete Raub&#252;berf&#228;lle) verf&#252;gt die Hamburger Polizei seit 1972 &#252;ber eine integrierte Spezialeinheit, das Mobile Einsatzkommando (MEK). Alle &#252;brigen Bundesl&#228;nder und auch der Bund verf&#252;gen &#252;ber vergleichbare Einheiten.<br />
Damit auch l&#228;nder&#252;bergreifend eine wirkungsvolle Zusammenarbeit bei entsprechenden gr&#246;&#223;eren Einsatzlagen gew&#228;hrleistet wird, praktizieren alle Beteiligten, so auch die Bundesl&#228;nder im Nordverbund (die f&#252;nf K&#252;stenl&#228;nder sowie Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt), schon seit Jahren eine sehr enge und intensive Zusammenarbeit.<br />
Sie umfasst z.B. taktische Fragen der Einsatzbew&#228;ltigung ebenso wie gemeinsame Beschaffungen von Einsatztechnik und Ausr&#252;stung, aber auch gemeinsame Veranstaltungen in der Aus- und Fortbildung und dem allt&#228;glichen Einsatztraining.<br />
Dieses gemeinsame Handeln garantiert im Einsatzfalle ein hohes Ma&#223; an polizeifachlicher Professionalit&#228;t und Wirkung, dar&#252;ber hinaus entstehen auch wirtschaftliche Vorteile aus der B&#252;ndelung bei Beschaffung und Nutzung von Spezialtechnik. </p>
<p>Kooperation mit Niedersachsen in der Nutzung der Polizeihubschrauber<br />
Niedersachsen und Hamburg haben vertraglich eine st&#228;rkere Kooperation ihrer Hubschrauberstaffeln vereinbart. Mit dem Vertrag wird l&#228;nder&#252;bergreifend die st&#228;ndige Verf&#252;gbarkeit dieses wichtigen Einsatzmittels f&#252;r polizeiliche Aufgaben sichergestellt. F&#252;r die Gefahrenabwehr und Strafverfolgung ergeben sich verbesserte Einsatzm&#246;glichkeiten. Mittelfristig k&#246;nnten sich ggf. auch Kostenvorteile im Bereich von Wartungs- und Instandhaltungsaufgaben ergeben. </p>
<p>Fu&#223;ball<br />
Die Polizei Hamburg wird k&#252;nftig als l&#228;nder&#252;bergreifende zentrale Ansprechstelle der Polizeibeh&#246;rden der Nordl&#228;nder f&#252;r den Hamburger Fu&#223;ballverband in allen Sicherheitsangelegenheit fungieren.<br />
Eine entsprechende Vereinbarung ist mit den Polizeien aus Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein getroffen worden und steht im unmittelbaren Zusammenhang mit der Eingliederung der Regionalliga Nord in den Verantwortungsbereich des Hamburger Fu&#223;ballverbands.<br />
Mit dieser Regelung nutzen die L&#228;nder gemeinsam die breiten Erfahrungen der Polizei Hamburg in der Bew&#228;ltigung von Fu&#223;balleins&#228;tzen, vermeiden Doppelstrukturen und gew&#228;hrleisten eine jeweils zwischen den L&#228;ndern abgestimmte Haltung zu Sicherheitsangelegenheiten gegen&#252;ber bzw. im Zusammenwirken mit dem Norddeutschen Fu&#223;ballverband. </p>
<p>Gemeinsame Ausbildung des F&#252;hrungsnachwuchses der Polizei im Nordverbund<br />
Die F&#252;hrungsausbildung f&#252;r k&#252;nftige Leitungskr&#228;fte im h&#246;heren Dienst Polizei Hamburg erfolgt – eingebunden in die Struktur der Deutschen Hochschule der Polizei &#8211; im ersten Studienjahr im Nordverbund gemeinsam mit Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Bremen. Ein bedeutsamer Aktivposten ist dabei auch der l&#228;nder&#252;bergreifende Erfahrungs- und Wissensaustausch von Studenten und Dozenten; dieser wird sich positiv auch auf die k&#252;nftige polizeiliche Zusammenarbeit der L&#228;nder im Nordverbund auswirken. Nicht zuletzt f&#252;hrt die B&#252;ndelung dieser Ausbildung f&#252;r alle Beteiligten auch zu Kostenvorteilen. </p>
<p>Zentraler Einkauf / Logistik-Zentrum f&#252;r Bekleidungswirtschaft<br />
Dienstkleidung f&#252;r die Polizeien der f&#252;nf K&#252;stenl&#228;nder HH, HB, SH, NI, MV wird seit 2004 zentral &#252;ber das Logistik-Zentrum f&#252;r Bekleidungswirtschaft der Polizei Niedersachsen beschafft. Diese Zentralisierung hat zu einer Reduzierung von Verwaltungsaufgaben in den L&#228;ndern, aber auch wegen der gr&#246;&#223;eren Beschaffungs-Volumina zu merklichen Kosteneinsparungen gef&#252;hrt.</p>
<p>Weitere Kooperationen gibt es z.B. bei der zentralen Beschaffung der neuen Dienstpistole f&#252;r den Polizeivollzug in Hamburg, Bremen und Schleswig-Holstein, beim Einkauf von Munition zusammen mit Schleswig-Holstein oder aber bei der Beschaffung von Schutzwesten zusammen mit Niedersachsen. Insgesamt haben sich Verwaltungsaufwendungen und Kosten merklich reduziert.</p>
<p>Feuerwehr HH &#8211; Operative Zusammenarbeit in Gefahrenlagen<br />
Es gibt eine Vielzahl von Kooperationen der Feuerwehr Hamburg mit den Umlandgemeinden in Niedersachen und SH.<br />
?	Im Bereich der Gefahrenabwehr oder im Rettungsdienst (Notfallversorgung; ggf. Transport in das n&#228;chstgelegene Krankenhaus) unterst&#252;tzt die Feuerwehr Hamburg mit ihren Kapazit&#228;ten im Umland, wenn dortige Kapazit&#228;ten f&#252;r die Gefahrenabwehr nicht ausreichen sollten. Dieses gilt z.B. auch f&#252;r Katastrophen- oder Hochwasser-Lagen. Mit der Stadt Schenefeld und weiteren Umlandgemeinden gibt es entsprechende vertragliche Regelungen. </p>
<p>?	F&#252;r den Bereich der chemischen Gefahrenabwehr unterst&#252;tzt die Feuerwehr Hamburg in einem Umkreis von ca. 200 km mit Spezialisten der Technik- und Umweltwache, die sogenannte Analytische Task Force.<br />
Weiterhin stellt die Feuerwehr Hamburg f&#252;r die Schiffsbrandbek&#228;mpfung auf der Nord-und Ostsee speziell ausgebildete Einheiten zur Brandbek&#228;mpfung und Teams f&#252;r die Verletzten-Versorgung auf See. </p>
<p>?	Die Feuerwehrschulen der norddeutschen L&#228;nder, Schleswig Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg Vorpommern und Bremen haben eine enge Kooperation vereinbart. So unterst&#252;tzt die Feuerwehrakademie Hamburg die Ausbildung des gehobenen Dienstes und f&#252;hrt Fortbildungsveranstaltungen f&#252;r den h&#246;heren Feuerwehrtechnischen Dienst in Hamburg durch. Teilnehmerpl&#228;tze f&#252;r Fortbildungslehrg&#228;nge werden zur wirtschaftlicheren Auslastung l&#228;nder&#252;bergreifend belegt.</p>
<p>	F&#252;r den Bereich Verfassungsschutz<br />
Intensive Zusammenarbeit gibt es auch im Bereich der Verfassungsschutz-&#196;mter, z.B. im Bereich der Bek&#228;mpfung des Rechtsextremismus.<br />
?	So stimmen sich die &#196;mter des Nordverbunds intensiv zu Lageerkenntnissen und beh&#246;rdlichen Ma&#223;nahmen aus. Ferner betreiben die Beteiligten eine gemeinsame Internetseite mit umfangreichen Informationen zu den Erscheinungsformen des Rechtsextremismus, zu den Aufgaben des Verfassungsschutzes auf diesem Feld und geben Tipps zum Umgang mit Rechtsextremisten.</p>
<p>?	Hamburg , Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern betreiben als regionaler Zusammenarbeitsverbund seit zehn Jahren ein gemeinsames Service- und Technikzentrum f&#252;r Ma&#223;nahmen der Telekommunikations&#252;berwachung am Standort Hamburg. Mit Niedersachsen gibt es eine Vereinbarung zur Unterst&#252;tzung bei technischen Kapazit&#228;tsengp&#228;ssen oder Ausf&#228;llen.</p>
<p>?	Ferner unterst&#252;tzt der Verfassungsschutz Hamburg auch mit Vortrags- und Pr&#228;ventionsveranstaltungen in schleswig-holsteinischen Unternehmungen der Metropolregion zu Fragen des Geheimschutzes </p>
<p>Fazit und Ausblick / Politische Botschaften<br />
Ungeachtet mancher parteipolitisch motivierter Auseinandersetzungen m&#246;chte ich festhalten:<br />
das Zusammenwirken der Nordl&#228;nder in den vielf&#228;ltigen gemeinsamen Fachaufgaben hat sich als ausgesprochen fruchtbar und gewinnbringend erwiesen.<br />
Eine enge Zusammenarbeit &#252;ber die Landesgrenzen hinaus bietet viele Vorteile, ohne dabei die L&#228;nderkompetenzen grundlegend infrage zu stellen.<br />
So werden in geeigneten Kooperationsfeldern Fachverstand und Kompetenzen mit positiver Wirkung f&#252;r die Aufgaben geb&#252;ndelt, Doppelungen und Kosten vermindert, und das alles bei weiterhin hoher Qualit&#228;t in den beh&#246;rdlichen Aufgaben. </p>
<p>Die im F&#246;deralismus angelegten Schnittstellen und Reibungsverluste k&#246;nnen, wenn schon nicht &#252;berwunden, so doch ein gutes St&#252;ck gemindert werden. Das ist f&#252;r alle Beteiligten von besonderem Wert. </p>
<p>Hamburg zeigt auch k&#252;nftig eine gro&#223;e Aufgeschlossenheit f&#252;r weitere Kooperationen und wird damit seiner &#252;bergreifenden Verantwortung als Wirtschafts- und Handelszentrum der Metropolregion gerecht.</p>
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		<title>Zeitenwende im Norden</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 22:52:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Nordstaat]]></category>
		<category><![CDATA[SPD-Intern]]></category>

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Selbstbewusstsein pur bei der Nord-SPD: „Sieg liegt in der Luft“ verk&#252;ndet Spitzenkandidat Torsten Albig f&#252;r die Landtagswahl am 6. Mai. Albig k&#252;ndigte einen neuen Politikstil f&#252;r den Norden an. Programmatisch setzen die Sozialdemokraten auf die Themen Bildung und Familie.
Die schleswig-holsteinische SPD will die Landtagswahl im Mai mit dem Thema Bildung als absolutem Schwerpunkt gewinnen. Drei [...]]]></description>
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<p>Selbstbewusstsein pur bei der Nord-SPD: „Sieg liegt in der Luft“ verk&#252;ndet Spitzenkandidat Torsten Albig f&#252;r die Landtagswahl am 6. Mai. Albig k&#252;ndigte einen neuen Politikstil f&#252;r den Norden an. Programmatisch setzen die Sozialdemokraten auf die Themen Bildung und Familie.</p>
<p>Die schleswig-holsteinische SPD will die Landtagswahl im Mai mit dem Thema Bildung als absolutem Schwerpunkt gewinnen. Drei Monate vor der Wahl beschloss ein Landesparteitag am Samstag fast einstimmig ein Wahlprogramm mit dem Thema als Schwerpunkt. In ihrem Programm r&#228;umt die Nord-SPD auch dem Ausbau der Betreuung f&#252;r Kinder unter drei Jahren Vorrang ein. Mindestens ein Kita-Jahr soll in der n&#228;chsten Wahlperiode beitragsfrei werden.<br />
„Nicht die Schwachen in Geiselhaft nehmen“</p>
<p>In seiner Rede versprach Albig versprach einen neuen Politikstil f&#252;r den Norden. Anstatt wie CDU und FDP als Konkursverwalter zu agieren, die „besinnunbgslos kaputt k&#252;rzen“, wolle er den Weg aus der Schuldenfalle mit den B&#252;rgerinnen und B&#252;rgern besprechen und „nicht die Schwachen in Geiselhaft nehmen“.<span id="more-7537"></span></p>
<p><strong>Hohe Ziele gesetzt</strong><br />
Zugleich setzte der bereits am Freitagabend gew&#228;hlte Spitzenkandidat Torsten Albig den Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten hohe Ziele. „Es liegt was in der Luft. Sieg liegt in der Luft“, sagte Albig. Die SPD wolle mindestens 26 Abgeordnetensitze erringen, k&#252;ndigte er in L&#252;beck an. Das w&#228;re zwar nur einer mehr als derzeit, aber der n&#228;chste Landtag wird aufgrund des neuen Wahlrechts wahrscheinlich deutlich weniger als die jetzt 95 Mitglieder haben.</p>
<p>Zudem will die SPD wenigstens 9 der 35 Wahlkreise gewinnen. 2009 hatte sie nur 6 von damals 40 erobert. Die Regierung stellen seitdem CDU und FDP. Albig bekr&#228;ftigte den Wunsch nach einer Koalition mit den Gr&#252;nen.</p>
<p>Der 48-j&#228;hrige Kieler Oberb&#252;rgermeister Albig war am Freitag mit 96,9 Prozent zum Spitzenkandidaten gek&#252;rt worden. Auf die folgenden Listenpl&#228;tze wurden am Samstag die aus einer t&#252;rkischen Familie stammende Serpil Midyatli gew&#228;hlt sowie Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner. </p>
<p><strong>Schwesig unterst&#252;tzt Nord-SPD</strong><br />
Als Gastrednerin rief die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig am Samstag den Delegierten zu: „Es geht am 6. Mai darum, dass die unzuverl&#228;ssige schwarz-gelbe Landesregierung in Kiel abgel&#246;st wird.“</p>
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		<title>Der Norden &#8211; Gemeinsam stark!</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2012/02/01/der-norden-gemeinsam-stark/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 22:01:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordstaat]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>

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		<title>Entschlossen gegen Piraterie</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 22:05:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

 Am Donnerstag habe ich mich in Hannover mit meinen Kollegen aus den norddeutschen K&#252;stenl&#228;ndern zur Nord-IMK (Nord-Innen-Minister-Konferenz) getroffen. Auf vielen Politikfeldern ist es wichtig und richtig, dass es einen intensiven Informationsaustausch gibt und gemeinsame Interessen zum Beispiel bei der Bek&#228;mpfung der Seepiraterie vorangebracht werden.
Die Innenminister und Innensenatoren der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder sehen die hohe Gef&#228;hrdung [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/09/Michael-Neumann-Innenministerkonferenz-Nord-2011.jpg"><img src="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/09/Michael-Neumann-Innenministerkonferenz-Nord-2011-300x169.jpg" alt="" title="Michael Neumann - Innenministerkonferenz Nord 2011" width="300" height="169" class="alignright size-medium wp-image-6842" /></a> Am Donnerstag habe ich mich in Hannover mit meinen Kollegen aus den norddeutschen K&#252;stenl&#228;ndern zur Nord-IMK (Nord-Innen-Minister-Konferenz) getroffen. Auf vielen Politikfeldern ist es wichtig und richtig, dass es einen intensiven Informationsaustausch gibt und gemeinsame Interessen zum Beispiel bei der Bek&#228;mpfung der Seepiraterie vorangebracht werden.</p>
<p>Die Innenminister und Innensenatoren der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder sehen die hohe Gef&#228;hrdung der Seeschifffahrt durch Piraterie, insbesondere am Horn von Afrika und vor der ostafrikanischen K&#252;ste, im Seegebiet vor Nigeria an der westafrikanischen K&#252;ste sowie im Seegebiet vor Malaysia und Indonesien mit gro&#223;er Sorge, da von Piratenangriffen insbesondere deutsche Schiffe betroffen sind.</p>
<p>Gemeinsam mit meinen L&#228;nderkollegen stelle ich fest, dass die Bek&#228;mpfung der Seepiraterie und der Schutz deutscher Schiffe in staatlicher Verantwortung liegen. Neben umfassenden Eigensicherungsma&#223;nahmen seitens der Reedereien macht die Abwehr von Piratenangriffen deshalb den Einsatz der Deutschen Marine und bundespolizeiliches Handeln insbesondere zum Schutz der deutschen Handelsflotte erforderlich. </p>
<p>Die Innenminister und Innensenatoren der norddeutschen K&#252;stenl&#228;nder begr&#252;&#223;en das Engagement der Deutschen Marine im Rahmen der EU-Operation ATALANTA und die Arbeit des Pirateriepr&#228;ventionszentrums der Bundespolizei See. Eine Beteiligung von durch die Bundespolizei zertifizierten privaten Sicherheitskr&#228;ften kann nur unter Beachtung des staatlichen Gewaltmonopols eine m&#246;gliche Erg&#228;nzung zur St&#228;rkung des erforderlichen ganzheitlichen Bek&#228;mpfungsansatzes darstellen.</p>
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		<title>Gemeinsam st&#228;rker</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2011/07/07/gemeinsam-staerker/</link>
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		<pubDate>Wed, 06 Jul 2011 22:01:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Die sh:z hat mit mir ein Gespr&#228;ch &#252;ber Innen- und Sportpolitik im Norden gef&#252;hrt. Hier das Ergebnis als Interview:
Frage:
Herr Senator, seit die SPD wieder regiert, scheint f&#252;r Hamburg das Verh&#228;ltnis zu Schleswig-Holstein nicht mehr h&#246;chste Priorit&#228;t zu besitzen. Hat der Senat noch den Willen, die Zusammenarbeit voranzubringen?
Neumann:
Ja. Gerade im Bereich der Inneren Sicherheit. Im August [...]]]></description>
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<p>Die sh:z hat mit mir ein Gespr&#228;ch &#252;ber Innen- und Sportpolitik im Norden gef&#252;hrt. Hier das Ergebnis als Interview:</p>
<p>Frage:<br />
Herr Senator, seit die SPD wieder regiert, scheint f&#252;r Hamburg das Verh&#228;ltnis zu Schleswig-Holstein nicht mehr h&#246;chste Priorit&#228;t zu besitzen. Hat der Senat noch den Willen, die Zusammenarbeit voranzubringen?</p>
<p>Neumann:<br />
Ja. Gerade im Bereich der Inneren Sicherheit. Im August werde ich bei meinem Antrittsbesuch mit dem schleswig-holsteinischen Innenminister Klaus Schlie ganz konkrete Projekte besprechen.</p>
<p>Frage:<br />
Welche neuen Ans&#228;tze gibt es?</p>
<p>Neumann:<br />
Das werden wir zun&#228;chst gemeinsam er&#246;rtern. Nehmen wir das Beispiel der Online Kfz-Anmeldung. Ab Herbst wird es in Hamburg die M&#246;glichkeit geben, Kfz online an-, um- oder abzumelden. Wir haben unser System so aufgebaut, dass wir den Nachbarkreisen anbieten k&#246;nnen, dieses mit zu nutzen. Dann k&#246;nnte jemand, der in Stormarn oder Pinneberg wohnt und in Hamburg arbeitet oder ein Auto kauft, den Wagen gleich online an- oder ummelden.<span id="more-6636"></span></p>
<p>Frage:<br />
W&#228;re es nicht gerade bei solchen Themen einfacher, es g&#228;be gleich einen Nordstaat?</p>
<p>Neumann:<br />
Klar. Ich halte die Diskussion aber f&#252;r eine Chim&#228;re.</p>
<p>Frage:<br />
Warum? </p>
<p>Neumann:<br />
Der Nordstaat erf&#252;llt eine politische Funktion, die Henning Voscherau so beschrieben hat: „Wenn du in Hamburg ein Problem nicht l&#246;sen kannst, dann sinniere &#246;ffentlich &#252;ber den Nordstaat. Schon st&#252;rzen sich alle auf die Nordstaat-Diskussion.“ Der Nordstaat ist eine Art Loch Ness. Ein Ablenkungsman&#246;ver, um die wirklichen Probleme nicht anfassen zu m&#252;ssen. Vor diesem Hintergrund sehe ich im &#220;brigen auch die Klage des schleswig-holsteinischen CDU-Spitzenkandidaten Christian von Boetticher, Hamburg nehme den Nachbarn nicht ernst genug. Wir m&#252;ssen &#252;ber konkrete Projekte die Zusammenarbeit vertiefen.</p>
<p>Frage:<br />
Also lieber praktische Zusammenarbeit als ein gemeinsames Bundesland. Wie sieht das konkret im Bereich der Inneren Sicherheit aus?</p>
<p>Neumann:<br />
Es gibt viele grenz&#252;berschreitende Projekte. Das f&#228;ngt bei der gemeinsamen Beschaffung von Uniformen an. Dazu haben die norddeutschen L&#228;nder gerade eine Zusammenarbeit bei der Telefon&#252;berwachung vereinbart. Bis 2015/16 schaffen wir an den Standorten Hamburg und Hannover die technischen M&#246;glichkeiten, um die Telekommunikations&#252;berwachung der Polizei f&#252;r alle f&#252;nf L&#228;nder zentral zu f&#252;hren. </p>
<p>Frage:<br />
Wie steht es mit der alten Idee einer gemeinsamen Polizistenausbildung von Hamburg und Schleswig-Holstein? </p>
<p>Neumann:<br />
Wir haben bereits eine sehr gute Zusammenarbeit bei der Ausbildung des h&#246;heren Dienstes. Es gibt aber auch ganz praktische Probleme f&#252;r eine gemeinsame Ausbildung. Polizistensch&#252;ler m&#252;ssten dann teils 100 Kilometer zu ihrem Ausbildungsort fahren. Ich bin aber offen f&#252;r Kooperationen.</p>
<p>Frage:<br />
Ihr Amtsvorg&#228;nger Christoph Ahlhaus wollte das Wasserpolizeirevier in Cuxhaven schlie&#223;en. Mit entsprechenden Folgen f&#252;r die Sicherheit auf der Unterelbe. Wie ist der aktuelle Stand?</p>
<p>Neumann:<br />
Die Au&#223;enstelle wird nicht geschlossen. Im &#220;brigen sprechen Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen derzeit &#252;ber ein neues Elbeabkommen, mit dem die Sicherheit auf der Unterelbe neu geregelt wird. Dabei geht es dann auch um sinnvollere Einsatzm&#246;glichkeiten und Aufgabenverteilungen. Ich finde, auch die Beschaffung von Booten oder der Einsatz von Hubschraubern kann gemeinsam erfolgen. Oder ein gemeinsames Polizeiorchester kann Sinn machen. Wir stehen schlie&#223;lich alle unter Kostendruck.</p>
<p>Frage:<br />
Was unternehmen Sie gegen die teils erschreckende Jugendkriminalit&#228;t in Hamburg?</p>
<p>Neumann:<br />
Wir stellen durch ein neues System sicher, dass wir die entsprechenden jugendlichen T&#228;ter stets im Auge haben. Bisher f&#252;hlte sich im Grunde niemand wirklich verantwortlich. Es gab eine organisierte Unzust&#228;ndigkeit. Jetzt haben wir alle zwei Wochen Fallkonferenzen mit allen beteiligten Stellen, bei denen wir 300 jugendliche Intensivt&#228;ter besonders im Blick haben und aktuelle Entwicklungen abstimmen, um fr&#252;h gegenzusteuern. Es gilt der Grundsatz: Wehret den Anf&#228;ngen.</p>
<p>Frage:<br />
Was hei&#223;t das genau?</p>
<p>Neumann:<br />
Der Kampf gegen Jugendkriminalit&#228;t beginnt fr&#252;h, schon bei den U-Untersuchungen f&#252;r Kinder und setzt sich in der Schule fort. Wir wissen etwa, dass Jugendliche, die eine kriminelle Karriere machen, zuvor massiv die Schule geschw&#228;nzt haben. Deshalb kontrollieren wir genauer, welche Kinder nicht zum Unterricht erscheinen. </p>
<p>Frage:<br />
Wie geschieht das?</p>
<p>Neumann:<br />
Wir setzen daf&#252;r Mitarbeiter der privatisierten Krankenh&#228;user ein, die zur Stadt zur&#252;ckgekehrt sind. Die stehen beispielsweise morgens am Schultor und haken ab, wer kommt. Wenn bis 8 Uhr nicht alle da sind, fassen diese Mitarbeiter nach – mit gro&#223;em Erfolg. Zugleich schicken wir unsere B&#252;rgernahen Beamten vormittags in Elektronikm&#228;rkte, um zu gucken, wer an den Spielkonsolen rumh&#228;ngt. Die Erfolgsquote ist unglaublich hoch. </p>
<p>Frage:<br />
Sie lassen die Polizei derzeit auch neue Methoden im Kampf gegen die Serie von Autobrandstiftungen testen. K&#246;nnen sie schon Erfolge melden?</p>
<p>Neumann:<br />
Die Polizei hat bis Anfang August Zeit, das neue Konzept zu erproben, dann ziehen wir Bilanz. Das Problem ist deshalb schwer zu l&#246;sen, weil es keine klare Motivlage gibt. Unter den T&#228;tern sind Versicherungsbetr&#252;ger, geh&#246;rnte Ehem&#228;nner und -frauen, Trittbrettfahrer und andere. Der gro&#223;e Rest sind zum Teil Mutproben und Initiationsriten von Jugendlichen. </p>
<p>Frage:<br />
Das links-autonome Kulturzentrum „Rote Flora“ soll verkauft werden. Die Szene droht mit Randale, sollte das Geb&#228;ude ger&#228;umt werden. Sind sie beunruhigt?</p>
<p>Neumann:<br />
Vor allem verstehe ich die Aufregung nicht. Sowohl der B&#252;rgermeister als auch ich haben mehr als deutlich gemacht, dass es keinen politischen Willen gibt, an der gegenw&#228;rtigen Situation dieses Kulturzentrums etwas zu ver&#228;ndern. Der Investor (Klausmartin Kretschmer, d. Red.) hat eine Gewinnerzielungsabsicht. Das will ich moralisch nicht weiter bewerten. Was ich pers&#246;nlich aber unanst&#228;ndig finde, ist, dass diese Spekulation auch auf dem R&#252;cken von Polizisten und Feuerwehrleuten ausgetragen wird, um einen politischen Preis durchzusetzen. Wir haben sehr deutlich gemacht, dass wir uns von niemandem erpressen lassen. </p>
<p>Frage:<br />
Von der „Roten Flora“ geht also keine Gefahr aus?</p>
<p>Neumann:<br />
Das Kulturzentrum birgt jedenfalls aus sich heraus keine gr&#246;&#223;ere Gef&#228;hrdung der Sicherheit in Hamburg. Im &#220;brigen muss man feststellen, dass die Bewohner auch lebenserfahrener geworden sind… </p>
<p>Frage:<br />
Die SPD hat im Wahlkampf mehr Sicherheit im HVV versprochen. Wie soll das gelingen?</p>
<p>Neumann:<br />
Zum einen gibt es ab September ein Alkoholverbot im HVV. Ich bedaure, dass das in einigen Z&#252;gen in Schleswig-Holstein nicht umgesetzt werden soll. Dar&#252;ber hinaus werden wir bis zum Herbst deutlich mehr Sicherheitspersonal in die U- und S-Bahnz&#252;ge und auf die Bahnh&#246;fe bringen. Auch dort geht es darum, st&#228;rker Flagge zu zeigen und fr&#252;her Grenzen aufzuzeigen. </p>
<p>Frage:<br />
Eine Frage an den Sportsenator Neumann: Setzt Hamburg k&#252;nftig eher auf sportliche Gro&#223;ereignisse oder auf den Breitensport?</p>
<p>Neumann:<br />
Es gilt: Ohne Breite keine Spitze. Aber ohne Spitze keine Breite. Wir m&#252;ssen m&#246;glichst viele Menschen animieren, Sport zu treiben. Ich finde Veranstaltungen gut, bei denen Breiten- und Spitzensport miteinander verbunden werden. So wie es schon bei den Cyclassics und dem Triathlon jeweils mit Jedermannrennen der Fall ist.</p>
<p>Frage:<br />
Ist das eine Absage etwa an die Bewerbung um gro&#223;e Weltmeisterschaften?</p>
<p>Neumann:<br />
Nein. Aber wir m&#252;ssen pr&#252;fen, was wir uns leisten k&#246;nnen. Wir sollten uns als Sportstadt auch &#252;ber das Thema Kreativsportarten definieren und &#252;ber Veranstaltungen, die aus dem &#252;blichen Format herausfallen. Das ist mir pers&#246;nlich lieber, als sich mit unheimlich viel Geld in einer Szene zu bewegen, die allgemeinen moralischen Ma&#223;st&#228;ben nicht gen&#252;gt. Wir wissen doch: Bei der Vergabe solcher Gro&#223;veranstaltungen geht es nicht nur um objektive Tatbest&#228;nde, sondern immer auch um Nebenabsprachen, um es zur&#252;ckhaltend zu formulieren. Das Geld haben wir erstens nicht. Zweitens entspricht das nicht dem Hamburger Sportsgeist. Und drittens bin ich auch Innensenator…</p>
<p>Frage:<br />
Also auch keine neue Olympia-Bewerbung?</p>
<p>Neumann:<br />
Wir unterst&#252;tzen M&#252;nchen f&#252;r die Olympischen Winterspiele 2018. Wenn wir erfolreich sind, dann stellt sich die Frage einer Olympiabewerbung f&#252;r absehbare Zeit nicht mehr. Unser Ziel ist es, uns in den n&#228;chsten zehn Jahren so aufzustellen, dass Hamburg die Chance auf jedes nationale und internationale Sport-Event hat, wenn wir es denn wollen. Ich sage aber auch: So lange wir es nicht hinbekommen, dass in allen Hamburger Sporthallen die Duschen funktionieren, sollten wir erst mal unsere Hausaufgaben machen. </p>
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		<title>Nordstaat &#8211; Chance oder Chim&#228;re?</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Jun 2011 22:30:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Nordstaat]]></category>
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		<category><![CDATA[Chimäre]]></category>
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 Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat den nieders&#228;chsischen Finanzminister M&#246;llring den Vorsitzenden der SPD Bremen Bovenschulte und mich zur Diskussion unter dem Titel &#8220;Der Nordstaat &#8211; Probleml&#246;ser oder Milchm&#228;dchenrechnung&#8221; &#252;ber die Sinnhaftigkeit des Nordstaates nach Bremen eingeladen. Als Einstiegsreferat durfte ich &#252;ber meine Arbeit &#8220;Nordstaat &#8211; Chance oder Chim&#228;re&#8221; berichten. Ich hatte mich in den letzten [...]]]></description>
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<p><a href="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Michael-Neumann-Nordstaat-Chance-oder-Chimaere.jpg"><img src="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2011/06/Michael-Neumann-Nordstaat-Chance-oder-Chimaere-149x300.jpg" alt="" title="Michael Neumann - Nordstaat - Chance oder Chimaere" width="149" height="300" class="alignright size-medium wp-image-6589" /></a> Die Arbeitnehmerkammer Bremen hat den nieders&#228;chsischen Finanzminister M&#246;llring den Vorsitzenden der SPD Bremen Bovenschulte und mich zur Diskussion unter dem Titel &#8220;Der Nordstaat &#8211; Probleml&#246;ser oder Milchm&#228;dchenrechnung&#8221; &#252;ber die Sinnhaftigkeit des Nordstaates nach Bremen eingeladen. Als Einstiegsreferat durfte ich &#252;ber meine Arbeit &#8220;Nordstaat &#8211; Chance oder Chim&#228;re&#8221; berichten. Ich hatte mich in den letzten zwei Jahren w&#228;hrend meiner T&#228;tigkeit an der Helmut-Schmidt-Universit&#228;t mit dieser Fragestellung intensiv besch&#228;ftigt, und u.a. die Aufsatzsammlung &#8220;Wer braucht den Nordstaat?&#8221; herausgegeben.</p>
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