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	<title>Michael Neumann &#187; Koalition</title>
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	<description>Senator für Inneres und Sport der Stadt Hamburg</description>
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		<title>Ahlhaus stellt Schill-Freund ein</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 09:30:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Die Entscheidung von B&#252;rgermeister Christoph Ahlhaus (CDU), zus&#228;tzlich zum derzeitigen Personal einen „Berater f&#252;r politische Grundsatzfragen des Ersten B&#252;rgermeisters“ in die Senatskanzlei zu berufen, ist falsch. Mit seiner Entscheidung beweist der B&#252;rgermeister einmal mehr fehlendes Fingerspitzengef&#252;hl. Der Konsolidierungszwang gilt offenbar nicht f&#252;r das direkte Umfeld des B&#252;rgermeisters. Wir haben in der Diskussion &#252;ber die schlechte [...]]]></description>
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<p>Die Entscheidung von B&#252;rgermeister Christoph Ahlhaus (CDU), zus&#228;tzlich zum derzeitigen Personal einen „Berater f&#252;r politische Grundsatzfragen des Ersten B&#252;rgermeisters“ in die Senatskanzlei zu berufen, ist falsch. Mit seiner Entscheidung beweist der B&#252;rgermeister einmal mehr fehlendes Fingerspitzengef&#252;hl. Der Konsolidierungszwang gilt offenbar nicht f&#252;r das direkte Umfeld des B&#252;rgermeisters. Wir haben in der Diskussion &#252;ber die schlechte Finanzlage der Stadt in den vergangenen Monaten wiederholt personelle Aufbl&#228;hungen in der F&#252;hrungsebene des schwarz-gr&#252;nen Senats kritisiert.</p>
<p>Ahlhaus muss die Hintergr&#252;nde seiner Entscheidung erl&#228;utern. Es steht der Verdacht im Raum, dass der B&#252;rgermeister mit dem ehemaligen Kohl-Sprecher Andreas Fritzenk&#246;tter einen steuerfinanzierten PR- und Image-Berater einstellen will. Dass es GAL und SPD gemeinsam gelungen ist, bei der Berufung Fritzenk&#246;tters eine Doppelfunktion aus Medienkoordinator des Senats und Medienberater des B&#252;rgermeisters zu verhindern, ist ein schwacher Trost. </p>
<p>In meiner Anfrage an den Senat will ich unter anderem wissen, ob die Fritzenk&#246;tter-Stelle ausgeschrieben wurde, welche Aufgaben der Berater im Einzelnen wahrnehmen soll und wer diese Aufgaben bisher wahrgenommen hat. </p>
<p>Auch will ich wissen, ob dem designierten B&#252;rgermeister-Berater Fritzenk&#246;tter erl&#228;utert worden ist, dass er als Dienstleister der Stadt nicht f&#252;r Interessen einer politischen Partei t&#228;tig sein darf. CDU-Finanzsenator Carsten Frigge hat ja &#246;ffentlich die Einsch&#228;tzung vertreten, einem Berater k&#246;nne es gleichg&#252;ltig sein, aus welchem Budget er bezahlt wird. Ob das der Senat &#228;hnlich sieht und welche Konsequenzen er aus der Fehleinsch&#228;tzung Frigges gezogen hat, ist offen. </p>
<p>Ich frage auch nach den Bedingungen, unter denen Fritzenk&#246;tter Ahlhaus beraten soll: Erh&#228;lt der politische Berater einen Arbeits- oder Honorarvertrag oder trifft die Stadt eine Vereinbarung mit einem Unternehmen?, frage ich mit Blick auf einen Bericht der „S&#252;ddeutschen Zeitung“ (Wochenendausgabe). Dort hei&#223;t es, es sei unklar, welche Aufgabe Fritzenk&#246;tter f&#252;r Ahlhaus &#252;bernehmen soll. &#8220;In die Pressearbeit des Senats soll er nicht eingebunden sein. Sein Posten wurde als zus&#228;tzliche Stelle geschaffen, befristet bis zum Ende der Legislaturperiode“, hei&#223;t es in dem Bericht. </p>
<p>Schlie&#223;lich frage ich dem Senat, ob es einen Sonderarbeitsvertrag gibt und wer ihn abgeschlossen hat. Auch will ich wissen, an welcher Besoldungsgruppe oder Gehaltsstufe oder an welcher vergleichbaren Funktion sich die Verg&#252;tung Fritzenk&#246;tters orientiert.</p>
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		<title>Der Anfang von Schwarz-Gr&#252;n</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 15:14:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Koalition]]></category>

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Herr Nonnenmacher ist nicht erst seit dem Wochenende untragbar, sondern seit mehr als einem Jahr. 2009 h&#228;tte sein Rauswurf die ohnehin gezahlten knapp drei Millionen Euro gekostet. Jetzt wird das Z&#246;gern von Schwarz-Gr&#252;n die Stadt m&#246;glicherweise weitere Millionen kosten. Die Entscheidung zur Trennung von Nonnenmacher ist kein schwarz-gr&#252;ner Befreiungsschlag. Sie war der Anfang vom Ende [...]]]></description>
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<p>Herr Nonnenmacher ist nicht erst seit dem Wochenende untragbar, sondern seit mehr als einem Jahr. 2009 h&#228;tte sein Rauswurf die ohnehin gezahlten knapp drei Millionen Euro gekostet. Jetzt wird das Z&#246;gern von Schwarz-Gr&#252;n die Stadt m&#246;glicherweise weitere Millionen kosten. Die Entscheidung zur Trennung von Nonnenmacher ist kein schwarz-gr&#252;ner Befreiungsschlag. Sie war der Anfang vom Ende dieses Senates und seines B&#252;rgermeisters.</p>
<p>Nach der Entscheidung &#252;ber den HSH-Chef r&#252;ckt nun das Verhalten von CDU-Finanzsenator Carsten Frigge in der HSH-Krise in den Vordergrund. Ich zitiere aus der &#8220;Wirtschaftswoche&#8221;. Diese hatte bereits im Jahr 2001 geschrieben: &#8220;Roland Berger forderte seine Partner auf, die Firmenanteile zu &#252;bernehmen, die bislang bei der Deutschen Bank lagen. Weil sich Berger-Berater Carsten Frigge nicht hoch verschulden wollte, ihm Deutsche-Bank-Aufsichtsratschef Hilmar Kopper gut zuredete und f&#252;r die ersten Auftr&#228;ge sorgte, machte Frigge sich in D&#252;sseldorf mit einer eigenen Unternehmensberatung selbstst&#228;ndig.&#8221;</p>
<p>Dieser Zusammenhang kann Grund f&#252;r die &#8220;Nibelungentreue des Finanzsenators zu den Herren Kopper und Nonnenmacher&#8221; sein. Diesen Verdacht gilt es parlamentarisch zu untersuchen.</p>
<p>Frigge schafft es erkennbar nicht, seine T&#228;tigkeiten als Berater mit seinen politischen Aufgaben in Einklang zu bringen. Sp&#228;testens als er Finanzsenator werden sollten, h&#228;tten er ,Nein´ sagen m&#252;ssen &#8211; schon weil er als Protegé gegen&#252;ber seinem Mentor Kopper mehr als befangen ist. Und das gilt auch f&#252;r Ihre mittel- und unmittelbaren Gesch&#228;ftsbeziehungen zur HSH Nordbank zum Nordbank-Investor Flowers.</p>
<p>Auch B&#252;rgermeister Christoph Ahlhaus (CDU) ist durch die &#8220;H&#228;ngepartie Nonnenmacher&#8221; besch&#228;digt worden. Entscheidungsst&#228;rke hat er nicht bewiesen. Im Gegenteil. Er wollten dieses Problem aussitzen. Und nicht Einsicht sondern die GAL hat ihn zu seiner Entscheidung getrieben. Ahlhaus hat sich nicht einmal getraut, Presse und &#214;ffentlichkeit gegen&#252;ber die Entscheidung zu erl&#228;utern. Das ist eine seltsame Vorstellung vom Etikett B&#252;rgermeister zum Anfassen. </p>
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		<title>HSH: Konsequent bleiben GAL!</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 09:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Koalition]]></category>

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Die Distanzierung des Hamburger Finanzsenators Carsten Frigge (CDU) vom Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, ist ein unglaubw&#252;rdiges rein taktisches Man&#246;ver. Im Haushaltsausschuss in der vergangenen Woche haben sich die Einlassungen Frigges noch ganz anders angeh&#246;rt. Der scheinbare Sinneswandel Frigges und seine angebliche Distanzierung von Nonnenmacher sind lediglich taktisch begr&#252;ndet: Der Herr Finanzsenator will [...]]]></description>
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<p>Die Distanzierung des Hamburger Finanzsenators Carsten Frigge (CDU) vom Chef der HSH Nordbank, Dirk Jens Nonnenmacher, ist ein unglaubw&#252;rdiges rein taktisches Man&#246;ver. Im Haushaltsausschuss in der vergangenen Woche haben sich die Einlassungen Frigges noch ganz anders angeh&#246;rt. Der scheinbare Sinneswandel Frigges und seine angebliche Distanzierung von Nonnenmacher sind lediglich taktisch begr&#252;ndet: Der Herr Finanzsenator will doch nur von den Vorw&#252;rfen ablenken, die gegen ihn selbst im Raume stehen. </p>
<p>Der Herr Finanzsenator muss zun&#228;chst klarstellen, ob die HSH Nordbank Leistungen von Unternehmen gekauft hat, an denen Frigge beteiligt ist oder war. Auch ist doch interessant zu erfahren, ob Frigge seine T&#228;tigkeiten als Berater &#8211; und damit m&#246;gliche Interessenkonflikte &#8211; im Senat oder den B&#252;rgermeistern von Beust und Ahlhaus gegen&#252;ber jemals angesprochen hat.</p>
<p>Frigge hat sich in der Diskussion &#252;ber HSH-Chef Nonnenmacher monatelang auff&#228;llig zur&#252;ckgehalten. Jetzt kommt der Verdacht auf, er sei gesch&#228;ftlich mit der HSH Nordbank verbunden gewesen &#8211; und flugs geht Frigge auf Distanz zu Nonnenmacher. Das ist durchsichtig. Wir haben bereits in Zusammenhang mit dem Ermittlungsverfahren gegen Frigge erkl&#228;rt, dass dieser Mann nicht in den Hamburger Senat geh&#246;rt. Es war einer der ersten Fehler des CDU-B&#252;rgermeisters Ahlhaus, dass er diesen Mann nicht rausgeworfen hat.</p>
<p>Aus meiner Sicht liegt jetzt viel Verantwortung in den H&#228;nden der GAL. Hamburgs CDU will sich nur noch &#252;ber die Runden retten. Sie hat weder den Willen, noch die Kraft, den HSH-Sumpf und die tr&#252;ben T&#252;mpel rings herum trocken zu legen. Wir werden sehen, ob sich die GAL erneut auf Drohgeb&#228;rden und Ultimaten beschr&#228;nkt, oder ob sie den Mut zur Verantwortung hat. Der HSH-Sumpf und der Umgang der CDU mit diesem Problem ist f&#252;r die GAL ein Ausweg aus dem schwarz-gr&#252;nen B&#252;ndnis.</p>
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		<title>Energie-Revolution? Atom-Putsch!</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 17:11:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Ich fordere den Senat auf, eine klare und unmissverst&#228;ndliche Position zur von der Bundesregierung angestrebten Laufzeitverl&#228;ngerung f&#252;r deutsche Atomkraftwerke abzugeben. Das, was die Bundeskanzlerin als ,Energie-Revolution&#8217; bezeichnet, ist in Wahrheit ein Atom-Putsch.
Es geht beim Streit um die Laufzeitverl&#228;ngerung um eine sehr wichtige politische Frage. Deshalb muss es hier auch eine Positionierung der Hamburgischen Landesregierung geben. [...]]]></description>
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<p>Ich fordere den Senat auf, eine klare und unmissverst&#228;ndliche Position zur von der Bundesregierung angestrebten Laufzeitverl&#228;ngerung f&#252;r deutsche Atomkraftwerke abzugeben. Das, was die Bundeskanzlerin als ,Energie-Revolution&#8217; bezeichnet, ist in Wahrheit ein Atom-Putsch.</p>
<p>Es geht beim Streit um die Laufzeitverl&#228;ngerung um eine sehr wichtige politische Frage. Deshalb muss es hier auch eine Positionierung der Hamburgischen Landesregierung geben. Sp&#228;testens bei der Frage der Laufzeitverl&#228;ngerung muss Schluss mit dem Herumgewackel sein. Sollte die Bundesregierung ihre Entscheidung am Bundesrat vorbei durchsetzen wollen, muss Hamburg sich einer entsprechenden Klage anderer Bundesl&#228;nder anschlie&#223;en.</p>
<p>Ich freue mich &#252;ber den Aufruf der GAL zur Teilnahme an der Demonstration gegen die Entscheidung der Bundesregierung am 18. September. Ich freue mich aber auch auf eine entsprechende politische Demonstration in der Hamburgischen B&#252;rgerschaft. Aufrufe zu einer Demonstration allein k&#246;nnen politisches Handeln jedenfalls nicht ersetzen.</p>
<p>Die SPD-Fachsprecherin f&#252;r Umwelt- und Energiepolitik, Monika Schaal, hat unterdessen eine Kleine Anfrage an den Senat eingereicht, um Klarheit &#252;ber das Engagement des Senats in der Atom-Diskussion zu erhalten. &#8220;Wie wird sich Hamburg zum Energiekonzept der Bundesregierung im Bundesrat verhalten? Wird sich der Senat &#8211; wie von Umweltsenatorin Hajduk mit beschlossen und unterzeichnet &#8211; einer Klage beim Bundesverfassungsgericht anschlie&#223;en, wenn die &#196;nderung des Atomgesetzes ohne Beteiligung des Bundesrates umgesetzt werden wird? &#8211; Diese Fragen muss der Senat jetzt beantworten&#8221;, sagte Schaal. </p>
<p>Weiter will sie unter anderem wissen, was der Senat veranlasst hat, damit das Energiekonzept der Bundesregierung konsequent auf erneuerbare Energien ausgerichtet wird. Weiter will Schaal wissen, was der Senat veranlasst hat, damit die &#228;ltesten Siedewasserreaktor-Anlagen &#8211; wie etwa die Atomkraftwerke Brunsb&#252;ttel und Kr&#252;mmel vor den Toren Hamburgs &#8211; von einer Laufzeitverl&#228;ngerung ausgespart bleiben. Auch will die SPD-Abgeordnete wissen, ob es auf Ebene des Ersten B&#252;rgermeisters oder einzelner Senatorinnen oder Senatoren und Staatsr&#228;te Gespr&#228;che mit Vertretern der Bundesregierung oder der Koalitionsfraktionen im Bundestag gegeben hat. </p>
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		<title>So ist die Lage</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 14:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Der R&#252;cktritt des B&#252;rgermeisters von Beust hat den bereits seit Ende vergangenen Jahres zu beobachtenden Vertrauensverlust in das schwarz-gr&#252;nen Rathausb&#252;ndnis verst&#228;rkt. Die Anfangseuphorie &#252;ber das vermeintliche schwarz-gr&#252;ne Pilotprojekt ist vor dem Hintergrund der praktizierten schwarz-gr&#252;nen Politik in Hamburg vergleichsweise schnell verflogen.
Der R&#252;cktritt des B&#252;rgermeisters und seine Begleitumst&#228;nde &#8211; auch die Tatsache, dass die GAL nach [...]]]></description>
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<p>Der R&#252;cktritt des B&#252;rgermeisters von Beust hat den bereits seit Ende vergangenen Jahres zu beobachtenden Vertrauensverlust in das schwarz-gr&#252;nen Rathausb&#252;ndnis verst&#228;rkt. Die Anfangseuphorie &#252;ber das vermeintliche schwarz-gr&#252;ne Pilotprojekt ist vor dem Hintergrund der praktizierten schwarz-gr&#252;nen Politik in Hamburg vergleichsweise schnell verflogen.</p>
<p>Der R&#252;cktritt des B&#252;rgermeisters und seine Begleitumst&#228;nde &#8211; auch die Tatsache, dass die GAL nach eigener Aussage weder &#252;ber den R&#252;cktritt noch &#252;ber die Nachfolgeregelung informiert war &#8211; sind bisheriger H&#246;hepunkt in einem Prozess der Ern&#252;chterung &#252;ber die Politik der ersten schwarz-gr&#252;nen Landesregierung.</p>
<p>Gleichzeitig zahlt sich die konstruktiv-kritische Oppositionsarbeit der Fraktion aus. Das belegen die j&#252;ngsten Umfragen, in denen die SPD nicht nur (deutlich) vor der CDU liegt, sondern gemeinsam mit der GAL die Mehrheit in der B&#252;rgerschaft stellen w&#252;rde (Umfragen vom 8. und 21. Juli 2010, ver&#246;ffentlicht von BILD, WELT und Sat 1 bzw. Hamburger Abendblatt).</p>
<p>Die meisten Hamburgerinnen und Hamburger wollen Neuwahlen. <span id="more-5568"></span></p>
<p>Angesichts der aktuellen Umfragen hat die CDU aber kein Interesse an einem vorgezogenen Urnengang. Sie muss derzeit schlicht hoffen, dass sich ihre schlechte Lage bis zur n&#228;chsten Wahl verbessert. Es ist an den politischen Gremien der GAL zu entscheiden, ob sie dem Wunsch des Wahlvolkes entsprechen oder an der Koalition festhalten will.</p>
<p>Wir Sozialdemokraten werden nicht in den internen Willensbildungsprozess der GAL eingreifen. Nat&#252;rlich bestehen aber freundliche Gespr&#228;chskontakte mit den f&#252;hrenden Vertreterinnen und Vertretern der GAL in Partei, Fraktion und Senat. &#220;bereinstimmend halten alle vertiefte Gespr&#228;che &#252;ber den Weg zu Neuwahlen erst dann f&#252;r sinnvoll, wenn die Gespr&#228;che der GAL mit dem aktuellen Koalitionspartner scheitern oder die Mitgliederversammlung der GAL sich f&#252;r Neuwahlen entscheidet. Das ist auch aus unserer Sicht ein korrektes Vorgehen. Die vereinzelten Berichte &#252;ber Kritik an der SPD wegen fehlender „Angebote“ k&#246;nnen daher (seri&#246;s) nicht auf Angaben dieser Politikerinnen und Politiker beruhen. Dar&#252;ber hinaus ist aus unserer Sicht die Vorstellung problematisch, eine Partei w&#252;rde sich durch „Angebote“ aus einer bestehenden Koalition quasi herauskaufen lassen. Wer solche &#220;berlegungen verfolgt, offenbart ein merkw&#252;rdiges Politikverst&#228;ndnis. Dar&#252;ber hinaus sind insbesondere „Deals“ dieser Art F&#246;rderprogramme f&#252;r den Politik- und Parteienverdruss.</p>
<p>Ein Politikwechsel zu einer Gesamtstrategie des sozialen Ausgleichs kann in der Konstellation Rot-Gr&#252;n stattfinden.</p>
<p>Wenn es zu einer Neuauflage eines rot-gr&#252;nen B&#252;ndnisses kommen soll, ist es im Interesse der potenziellen Partner, getrennt von einander m&#246;glichst gute Ergebnisse bei der B&#252;rgerschaftswahl zu erzielen. 2001 hat es nicht zu einer Fortsetzung der rot-gr&#252;nen Koalition im Rathaus gereicht, weil die bescheidenen und auf bescheidenem Niveau erzielten Zugewinne der SPD die Verluste der GAL nicht ausgleichen konnten. Aus unserer aktuellen Warnung, die GAL m&#246;ge sich nicht in den Abw&#228;rtssog der CDU ziehen lassen, spricht auch die Sorge um die St&#228;rke eines denkbaren rot-gr&#252;nen B&#252;ndnisses nach der n&#228;chsten B&#252;rgerschaftswahl.</p>
<p>Selbst nach einer Wahl des bisherigen CDU-Innensenators Ahlhaus zum Ersten B&#252;rgermeister ist ein Auseinanderbrechen der Koalition noch vor Ablauf der laufenden Legislaturperiode nicht ausgeschlossen. Denn f&#252;r viele Gr&#252;ne wird allein der sich liberal gebende von Beust der Kitt gewesen sein, der das B&#252;ndnis von CDU und GAL zusammengehalten hat. Zumindest theoretisch ist nach der Wahl von Ahlhaus zum B&#252;rgermeister m&#246;glich, dass der GAL in der Frage der Regierungskoalition das bevorsteht, was die CDU in der Frage der Schulpolitik bereits erlebt hat: eine sp&#252;rbare Entfremdung zwischen Basis einerseits und Funktionstr&#228;gern bzw. F&#252;hrungsfiguren andererseits.</p>
<p>Verlassen sollte man sich auf ein schnelles Ende von Schwarz-Gr&#252;n aber nicht, selbst wenn es an der GAL-Basis Unmut sowohl &#252;ber Umst&#228;nde und Form des Beust-R&#252;cktritts als auch &#252;ber die Nominierung von Ahlhaus zum Ersten B&#252;rgermeister und ihn pers&#246;nlich gibt. Fest steht jedenfalls: Wir k&#246;nnen uns den Selbstaufl&#246;sungsprozess der Hamburger Landesregierung auch noch l&#228;nger anschauen &#8211; notfalls bis zum Fr&#252;hjahr 2012, wenn die Hamburger turnusm&#228;&#223;ig w&#228;hlen.</p>
<p>In der laufenden Legislaturperiode hat die SPD &#8211; ihrem Oppositionsauftrag entsprechend &#8211; die Auseinandersetzung mit dem Senat und den Koalitionsfraktionen gesucht, gefunden und gef&#252;hrt. W&#228;hrend dabei der politische Konflikt mit der CDU nur die Fortsetzung sich &#252;ber Jahrzehnte erstreckender Auseinandersetzung war, gestalteten sich Dialog, Diskussion und politischer Streit zwischen den ehemaligen Regierungs- und Oppositionspartnern SPD und GAL schwieriger. Das mag einerseits mit der aus Sicht der SPD allzu demonstrativen Einigkeit zwischen den ehemaligen politischen Gegenspielern aus CDU und GAL zu tun haben, andererseits mit einem von der GAL als &#252;bertrieben empfundenem Bed&#252;rfnis auf Seiten der SPD, den ehemaligen Oppositionspartner GAL auf dessen mittlerweile ver&#228;nderte Position in einzelnen politischen Fragen hinzuweisen (Wortbruch-Vorwurf).</p>
<p>Dennoch wollen wir mit der GAL als derzeitiger Regierungspartei weiter ehrlich aber anst&#228;ndig streiten. F&#252;r die rot-gr&#252;ne Perspektive ist es aber nicht hilfreich, wenn &#8211; wie zeitweilig in der Vergangenheit &#8211; die eigentliche, inhaltliche und scharfe politische Auseinandersetzung in der B&#252;rgerschaft zwischen SPD und GAL ausgetragen wird, w&#228;hrend sich die CDU darauf beschr&#228;nkt, dem Konflikt zwischen beiden linken Parteien und ehemaligen Verb&#252;ndeten l&#228;chelnd zuzusehen oder diesen noch anzuheizen. Andererseits w&#228;re es eine falsche Erwartung, sollte die GAL hoffen, die SPD werde – mit Blick auf eine gemeinsame Perspektive nach der n&#228;chsten B&#252;rgerschaftswahl – auf Kritik an ihrer Ansicht falschen Projekten (wie etwa dem umstrittenen Umwelt-Eisenbahnzug) verzichten, die sich die GAL auf die Fahnen geschrieben hat. Solcherlei inhaltliche Differenzen und politische Konflikte muss professionell agierende Politik aushalten. Trotz solcher Differenzen ist ein anst&#228;ndiger Umgang miteinander m&#246;glich.</p>
<p>Dieser anst&#228;ndige Umgang zwischen GAL und SPD ist auch vor dem Hintergrund wichtig, dass die GAL ihre Koalitionstreue in der Vergangenheit mehrmals und demonstrativ mit einer fairen Behandlung durch die CDU begr&#252;ndet und gleichzeitig auf negative eigene Erfahrungen in der Zeit der rot-gr&#252;nen Koalition 1997 &#8211; 2001 hingewiesen hat. F&#252;r uns bleibt die Frage unbeantwortet, warum der vermeintlich oder tats&#228;chlich schlechte Umgang der SPD mit der GAL zwischen 1997 &#8211; 2001 bilateral zwischen den Wunschpartnern SPD und GAL weder vor der B&#252;rgerschaftswahl 2004 noch vor der Wahl 2008 thematisiert wurde. Mindestes die H&#228;ufigkeit und Intensit&#228;t dieses Vorwurfs lassen uns diesen jedoch ernst nehmen.</p>
<p>Klar ist jedoch, dass eine Neuauflage der rot-gr&#252;nen Koalition nach der kommenden B&#252;rgerschaftswahl keine Fortsetzung der rot-gr&#252;nen Koalition zwischen 1997 und 2001 sein kann und sein wird. Olaf Scholz hat &#8211; quasi als Geschenk zum 30. Geburtstag der Gr&#252;nen &#8211; ein paar Selbstverst&#228;ndlichkeiten gesagt, die &#8211; vielleicht weil sie nicht jedem selbstverst&#228;ndlich sind &#8211; auch hier ausgesprochen werden:</p>
<p>„1. Die Gr&#252;nen sind eine eigenst&#228;ndige Partei. Sie sind kein Betriebsunfall der Geschichte. Sie sind nicht Fleisch vom Fleische der SPD. Sie sind nicht die Hilfstruppe der SPD.</p>
<p>2. Und was wir (Sozialdemokraten) d&#252;rfen, d&#252;rfen die Gr&#252;nen auch. Wenn wir gelegentlich ungern mit der Union koalieren, steht es den Gr&#252;nen genau so frei, gelegentlich ungern mit der Union zu koalieren. Nat&#252;rlich gilt f&#252;r Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten und Gr&#252;ne gleicherma&#223;en, dass sie von solchen Entscheidungen ihre Anh&#228;nger &#252;berzeugen m&#252;ssen und gute Gr&#252;nde brauchen; besonders wenn es Alternativen gibt.“</p>
<p>FAZIT:</p>
<p>Wir wissen, dass es auch vor der n&#228;chsten B&#252;rgerschaftswahl – wann immer sie stattfindet – Spekulationen &#252;ber unterschiedliche Koalitionsoptionen der Parteien geben wird. Wer sich mit realistischem Blick die Hamburger Parteienlandschaft ansieht, kann auch nicht ernsthaft ausschlie&#223;en, dass sich diese Spekulationen nur auf die Optionen Schwarz-Gr&#252;n oder Rot-Gr&#252;n beschr&#228;nken werden. F&#252;r Hamburg w&#228;ren eine Regierung unter sozialdemokratischer F&#252;hrung und ein damit verbundener Politikwechsel gut. Voraussetzungen sind Neuwahlen vor Ende der laufenden Legislaturperiode oder die regul&#228;re B&#252;rgerschaftswahl 2012. Der Abgang des Herrn von Beust von der politischen B&#252;hne wird die politische Schw&#228;che der Hamburger CDU noch deutlicher werden lassen. Vor diesem Hintergrund streben wir eine Koalition aus SPD und GAL an.</p>
<p>Diese Perspektive sollten wir bei unserer Arbeit und bei unserer Auseinandersetzung mit dem Hamburger Senat nicht aus den Augen verlieren.</p>
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		<title>Verl&#228;&#223;lichkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jul 2010 09:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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Nach einem Bericht von spiegel online soll die Bundeskanzlerin einem der gr&#246;&#223;ten Kunden des Hamburger Hafens unter Hinweis auf die gemeinsame Regierung mit den Gr&#252;nen in Hamburg wenig Hoffnung auf eine Elbvertiefung gemacht haben. Sie soll dem Kunden geraten haben, den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven als Alternative zu pr&#252;fen.
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<p>Nach einem Bericht von spiegel online soll die Bundeskanzlerin einem der gr&#246;&#223;ten Kunden des Hamburger Hafens unter Hinweis auf die gemeinsame Regierung mit den Gr&#252;nen in Hamburg wenig Hoffnung auf eine Elbvertiefung gemacht haben. Sie soll dem Kunden geraten haben, den Tiefwasserhafen in Wilhelmshaven als Alternative zu pr&#252;fen.</p>
<p>Ich verlange vom Senat Auskunft, ob es im Senat oder zwischen Senatsmitgliedern (auch) zur Elbvertiefung eine Nebenabsprache gibt.</p>
<p>Im &#220;brigen ist die &#196;u&#223;erung der Bundeskanzlerin aufs Sch&#228;rfste zur&#252;ckzuweisen &#8211; oder ist dies die Erkl&#228;rung daf&#252;r, dass das Bundesverkehrsministerium/Wasser- und Schifffahrtsdirektion Nord und Senator Gedaschko sowie der 1. B&#252;rgermeister in der Vergangenheit unterschiedlich Aussagen zum Zeitplan get&#228;tigt haben? Die Hamburger B&#252;rgerinnen und B&#252;rger, die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Hafens und nicht zuletzt die Wirtschaft ben&#246;tigen Klarheit und das Projekt der Elbvertiefung Verl&#228;sslichkeit. Dieser Senat ist nicht verl&#228;sslich.</p>
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