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	<title>SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Neumann (SPD Hamburg)</title>
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	<description>Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die SPD Hamburg</description>
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		<title>Kirche bleibt im Dorf</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Mar 2010 07:33:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Heute finden Kommunalwahlen in &#214;sterreich statt. Mir ist dabei dieses Plakat aufgefallen. Selten haben pers&#246;nliches Erscheinungsbild, politische Botschaft und Layout einer Partei so harmoniert, wie in diesem Fall. Einfach eine runde Geschichte&#8230;


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<p>Heute finden Kommunalwahlen in &#214;sterreich statt. Mir ist dabei dieses Plakat aufgefallen. Selten haben pers&#246;nliches Erscheinungsbild, politische Botschaft und Layout einer Partei so harmoniert, wie in diesem Fall. Einfach eine runde Geschichte&#8230;</p>
<p><a href="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/p_2048_1536_F5C72000-92BE-4B20-B8A5-9BEF59C1DB11.jpeg"><img src="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/p_2048_1536_F5C72000-92BE-4B20-B8A5-9BEF59C1DB11.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Wehrbeauftragter: Klare Worte</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 11:05:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
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		<description><![CDATA[

Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), f&#252;rchtet wachsende Gefahren f&#252;r die Bundeswehr infolge des neuen Afghanistan-Mandats. „Die neue Strategie des ‚Partnering‘, also der engeren Kooperation mit der afghanischen Armee, bedeutet eine gr&#246;&#223;ere Angriffsfl&#228;che f&#252;r die Soldatinnen und Soldaten und damit ein h&#246;heres Risiko“, sagte er in einem Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“.
„Die Gefahr [...]]]></description>
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<p>Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), f&#252;rchtet wachsende Gefahren f&#252;r die Bundeswehr infolge des neuen Afghanistan-Mandats. „Die neue Strategie des ‚Partnering‘, also der engeren Kooperation mit der afghanischen Armee, bedeutet eine gr&#246;&#223;ere Angriffsfl&#228;che f&#252;r die Soldatinnen und Soldaten und damit ein h&#246;heres Risiko“, sagte er in einem Interview mit der Wochenzeitung „Das Parlament“.</p>
<p>„Die Gefahr w&#228;chst, dass Soldaten verwundet oder sogar get&#246;tet werden.“ Zugleich verwies Robbe auf einen massiven &#196;rztemangel bei der Bundeswehr. „Die Arbeit ist sowohl finanziell als auch aufgrund der hohen Belastung einfach zu unattraktiv, vor allem bei schwierigen Auslandseins&#228;tzen wie dem in Afghanistan.“ Wer jedoch in der Sanit&#228;t Kompromisse mache, laufe Gefahr, dass die ohnehin schwierige Situation der deutschen Soldaten im Auslandseinsatz zus&#228;tzlich erschwert werde. „F&#252;r die Sanit&#228;t ist es nicht mehr f&#252;nf Minuten vor, sondern f&#252;nf Minuten nach zw&#246;lf“, stellte der Wehrbeauftragte klar.</p>
<p>Robbe begr&#252;&#223;te dennoch, dass das Afghanistan-Mandat mit einer breiten Mehrheit im Bundestag verabschiedet worden ist. Er betonte aber, dass die Bundeswehr eine reine Parlamentsarmee sei. Daraus leite sich „eine besondere politische und moralische Verantwortung des Parlaments“ ab. Der Bundestag m&#252;sse dar&#252;ber nachdenken, sagte Robbe, wie er noch st&#228;rker vermitteln k&#246;nne, dass er hundertprozentig hinter den Soldaten stehe.</p>
<p>Robbe, dessen f&#252;nfj&#228;hrige Amtszeit am 12. Mai endet, legt am 16. M&#228;rz seinen neuen Wehrbericht vor. Als Nachfolger kandidiert der FDP-Abgeordnete Hellmut K&#246;nigshaus.</p>
<p>Das Interview im Wortlaut:<span id="more-4812"></span></p>
<p>Hinter Ihnen liegen turbulente Wochen: Bizarre Aufnahmerituale und Alkoholmissbrauch in der Bundeswehr machten Schlagzeilen, der Afghanistan-Einsatz wurde verl&#228;ngert und neu bewertet. &#220;berwiegen bei Ihnen derzeit die Sorgen oder haben Sie auch Grund zur Freude?<br />
Die vielen Baustellen, mit denen ich es gerade zu tun habe, sind f&#252;r mich nicht gerade Anlass zu heller Freude. Das hat in erster Linie mit dem Afghanistan-Einsatz zu tun und den Ver&#228;nderungen, die sich aus dem neuen Mandat ergeben. Die Tatsache, dass wir noch nicht wissen, welche Auswirkungen diese Ver&#228;nderungen haben werden, bereitet mir Kopfzerbrechen.</p>
<p>Die Bundeswehr beteiligt sich in Afghanistan jetzt an einem „bewaffneten Konflikt im Sinne des humanit&#228;ren V&#246;lkerrechts“. Begr&#252;&#223;en Sie diese Klarstellung?<br />
Durchaus, denn das Ziel des Einsatzes ist jetzt exakter beschrieben als in der Vergangenheit. Das ist wichtig, auch f&#252;r die Rechtssicherheit der Soldaten.</p>
<p>Warum sind Sie trotzdem so besorgt?<br />
Die neue Strategie des „Partnering“, also der engeren Kooperation mit der afghanischen Armee, bedeutet eine gr&#246;&#223;ere Angriffsfl&#228;che f&#252;r die Soldatinnen und Soldaten und damit ein h&#246;heres Risiko. Milit&#228;rexperten schlie&#223;en nicht aus, dass sich die Situation im Norden Afghanistans, zumindest vor&#252;bergehend, wesentlich versch&#228;rfen kann. Die Gefahr w&#228;chst, dass Soldaten verwundet oder sogar get&#246;tet werden. Diese Problematik belastet unsere Soldaten.</p>
<p>In welcher Form?<br />
Wichtig ist, dass die Soldaten alles bekommen, was f&#252;r eine optimale Sicherheit notwendig ist. Wenn der schlimmste Fall eintritt und ein Soldat im Kampfeinsatz sein Leben verliert, muss es Hilfe und Unterst&#252;tzung f&#252;r die Angeh&#246;rigen geben – und zwar langfristig. Hier sehe ich noch erheblichen Nachholbedarf bei der Bundeswehr.</p>
<p>Immer mehr Soldaten kehren traumatisiert aus dem Ausland zur&#252;ck. Hilft die Bundeswehr den Betroffenen genug?<br />
Ich bin sehr dankbar, dass meine Forderungen im Parlament auf fruchtbaren Boden gefallen sind. So soll es k&#252;nftig bessere Therapie- und Behandlungsm&#246;glichkeiten geben. Der Verteidigungsausschuss hat zudem schon im Juli 2009 beschlossen, dass ein Forschungs- und Kompetenzzentrum f&#252;r Posttraumatische Belastungsst&#246;rungen (PTBS) eingerichtet werden soll. Die Bundeswehr lernt mit jedem Einsatz. Deshalb ist ein enger Wissenschafts- und Informationstransfer, auch mit dem Ausland, sehr wichtig. Ich hoffe, dass wir bald &#252;ber ein Institut zur Behandlung von PTBS verf&#252;gen.</p>
<p>Angesichts der zunehmenden Risiken, denen die Soldaten ausgesetzt sind, ist es unverst&#228;ndlich, dass es der Bundeswehr ausgerechnet an Sanit&#228;tern und Fach&#228;rzten f&#252;r Psychiatrie mangelt. Der Bundeswehr laufen seit Jahren die &#196;rzte weg. Was l&#228;uft schief?<br />
Die Sanit&#228;t ist nach wie vor eines meiner gr&#246;&#223;ten Sorgenkinder. Die Sanit&#228;tsf&#252;hrung hat nicht rechtzeitig auf die wachsenden Herausforderungen reagiert, insbesondere mit Blick auf das Personal. Allein 2009 haben 130 Bundeswehr&#228;rzte gek&#252;ndigt. Die Arbeit ist sowohl finanziell als auch aufgrund der hohen Belastung einfach zu unattraktiv, vor allem in schwierigen Auslandseins&#228;tzen wie dem in Afghanistan. Jetzt hat die Sanit&#228;tsf&#252;hrung endlich L&#246;sungsvorschl&#228;ge vorgelegt. Aber noch ist unklar, wie sie finanziert werden sollen. Ich muss es deutlich sagen: F&#252;r die Sanit&#228;t ist es aus meiner Sicht nicht mehr f&#252;nf Minuten vor, sondern bereits f&#252;nf Minuten nach zw&#246;lf. Wer in der Sanit&#228;t Kompromisse macht, l&#228;uft Gefahr, dass die ohnehin schwierige Situation der deutschen Soldaten im Auslandseinsatz zus&#228;tzlich erschwert wird.</p>
<p>Sie weisen auf den &#196;rztemangel in der Bundeswehr seit Jahren hin. Trotzdem ist kaum etwas passiert. Ist es f&#252;r Sie nicht frustrierend, dass Sie immer wieder die selben Dinge anmahnen m&#252;ssen?<br />
Ich wusste vorher, dass es m&#252;hsam wird. Frustriert sind vor allem die Soldaten. Die sagen mir: „Wir sch&#228;tzen sehr, dass Sie sich f&#252;r uns einsetzen, aber in Ihrem letzten Bericht stehen eine ganze Reihe von Themen, die sich auch in Ihrem aktuellen Bericht wieder finden.“ Und sie haben Recht! Das macht deutlich, wie m&#252;hsam es offensichtlich in der Bundeswehr ist, Dinge voranzubringen und zu ver&#228;ndern. Die Tatsache, dass es trotzdem einigerma&#223;en funktioniert, ist ein Beleg f&#252;r das unglaublich hohe Improvisationstalent der Soldaten. </p>
<p>Ihr neuer Jahresbericht erscheint am 16. M&#228;rz. Gibt es denn auch positive Entwicklungen?<br />
Leider habe ich viele Stichworte, wie den genannten &#196;rztemangel oder die Defizite bei der Ausr&#252;stung wieder aufnehmen m&#252;ssen, weil es noch keine befriedigenden L&#246;sungen gibt. Aber ja, es konnte auch nachgebessert werden, nicht zuletzt, weil die milit&#228;rische F&#252;hrung und auch die politisch Verantwortlichen im Verteidigungsministerium inzwischen aufmerksamer zuh&#246;ren.</p>
<p>Wo gibt es Fortschritte?<br />
Beispielsweise hat sich in der Frage der Vereinbarkeit von Familie und Dienst ein neues Bewusstsein gebildet. F&#252;r kaum einen milit&#228;rischen F&#252;hrer ist das heute noch ein Fremdwort. Und auch die politische F&#252;hrung versucht, diesem Thema einen hohen Stellenwert einzur&#228;umen. Bisher gibt es aber auch da nur Konzepte und kaum Konkretes. Betreuungspl&#228;tze f&#252;r Kinder sind zum Beispiel immer noch rar.</p>
<p>Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler hat einmal von einem „freundlichen Desinteresse“ gegen&#252;ber der Bundeswehr gesprochen. Warum klafft eine so gro&#223;e L&#252;cke zwischen Bedeutung und Akzeptanz der Armee?<br />
Ich sehe da vor allem ein gro&#223;es Informationsdefizit. Die &#214;ffentlichkeit erf&#228;hrt zu wenig &#252;ber die Lebenswirklichkeit, die Arbeitswelt und die schwierigen Seiten des Soldatenberufes. Hier tun meiner Auffassung nach auch die Medien noch zu wenig. Deshalb hat es unsere Gesellschaft bis zum heutigen Tag nicht verstanden, den Soldaten die moralische Unterst&#252;tzung zu geben – in der Kirche sprechen wir von N&#228;chstenliebe –, die sie mit Recht erwarten d&#252;rfen. Darunter leiden die Soldaten, die im Einsatz ihren Kopf hinhalten m&#252;ssen, tats&#228;chlich. Das sagen sie mir sogar noch deutlicher als den Abgeordneten oder dem Minister. </p>
<p>Bundestagspr&#228;sident Norbert Lammert (CDU) hat vergangene Woche in einem Vortrag vor Bundeswehrsoldaten betont, sie w&#252;ssten, „dass sie sich auf ihr Parlament verlassen k&#246;nnen“. K&#246;nnen sie das wirklich? Im Bundestag haben diesmal 111 Abgeordnete gegen das neue Afghanistan-Mandat gestimmt, 46 haben sich enthalten.<br />
Das neue Mandat ist mit einer breiten Mehrheit im Bundestag, auch von weiten Teilen der Opposition, verabschiedet worden. Dennoch kritisieren viele Soldaten nat&#252;rlich auch die Politik, weil sie teilweise zu wenig hervorhebt, was die Soldaten leisten. Diese Kritik sollte Anlass sein, dar&#252;ber nachzudenken, wie wir noch mehr vermitteln k&#246;nnen, dass das Parlament hundertprozentig hinter ihnen steht.</p>
<p>Immerhin ist die Bundeswehr eine reine Parlamentsarmee.<br />
Ja, die Bundesregierung kann beschlie&#223;en, was sie will, aber kein Soldat wird je einen Stiefel auf fremden Boden setzen, wenn der Bundestag dem nicht explizit zustimmt. Daraus kann man eine besondere politische und moralische Verantwortung des Parlaments gegen&#252;ber den Soldaten ableiten.</p>
<p>Ihre f&#252;nfj&#228;hrige Amtszeit endet am 12. Mai. Welchen Rat geben Sie Ihrem designierten Nachfolger Hellmut K&#246;nigshaus von der FDP?<br />
(l&#228;chelt) Ich habe keine Ratschl&#228;ge zu erteilen. Wer mir aufmerksam zugeh&#246;rt hat und aufmerksam meine Berichte liest, braucht keine Empfehlungen.</p>
<p>Die Fragen stellte Johanna Metz<br />
Reinhold Robbe (SPD) ist seit Mai 2005 Wehrbeauftragter des Bundestages. Davor war er dreieinhalb Jahre Vorsitzender des Verteidigungsausschusses.</p>
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		<title>Ski heil!</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 11:40:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Minus 18 Grad, 10 cm Neuschnee, stahlblauer Himmel und Sonnenschein. Traumhafte Bedingungen auf dem Stubaier Gletscher in &#214;sterreich.


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<p>Minus 18 Grad, 10 cm Neuschnee, stahlblauer Himmel und Sonnenschein. Traumhafte Bedingungen auf dem Stubaier Gletscher in &#214;sterreich.</p>
<p><a href="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/l_2048_1536_6CD5AE64-136D-45DD-B7A2-8DF9875C227D.jpeg"><img src="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/l_2048_1536_6CD5AE64-136D-45DD-B7A2-8DF9875C227D.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Acht Jahre Zeit &#8211; und nichts getan</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2010/03/09/acht-jahre-zeit-und-nichts-getan/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 11:52:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Ich werfe denn CDU-gef&#252;hrten Senaten einen unfairen Umgang mit den Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs vor. Der Umgang mit diesen jungen Leuten zeigt, warum Sch&#252;ler und Eltern &#8211; mit Recht! &#8211; Schulreformen misstrauisch gegen&#252;berstehen. Schon im Jahr 2002 h&#228;tten rund 20.000 Sch&#252;ler und 40.000 Eltern gewusst, dass im Sommer 2010 &#252;ber 13.000 Abiturienten &#8211; 5000 mehr [...]]]></description>
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<p>Ich werfe denn CDU-gef&#252;hrten Senaten einen unfairen Umgang mit den Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs vor. Der Umgang mit diesen jungen Leuten zeigt, warum Sch&#252;ler und Eltern &#8211; mit Recht! &#8211; Schulreformen misstrauisch gegen&#252;berstehen. Schon im Jahr 2002 h&#228;tten rund 20.000 Sch&#252;ler und 40.000 Eltern gewusst, dass im Sommer 2010 &#252;ber 13.000 Abiturienten &#8211; 5000 mehr die Schule verlassen. Nur die Hamburger Schulsenatoren wussten das scheinbar nicht. Denn sie taten acht Jahre lang nichts. Und das ist der eigentliche Skandal.</p>
<p>Der Senat hat die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler zu Versuchskaninchen f&#252;r einen Turbo-Weg zum Abitur gemacht. 34 Wochenstunden ab Klasse 7, dazu ein paar Stunden AGs, plus Schulweg und Hausaufgaben &#8211; Vollj&#228;hrige Auszubildende m&#252;ssen nicht mehr arbeiten als junge Leute vor dem Turbo-Abi.<span id="more-4822"></span></p>
<p>Der Senat hat &#252;ber Jahre hinweg vers&#228;umt, Konsequenzen aus dem zu erwartenden Andrang auf Studien- und Ausbildungspl&#228;tze zu ziehen. 2004 gab es in Hamburg f&#252;r Studienanf&#228;nger 10.928 Studienpl&#228;tze, 2009 sollten es 11.247 sein &#8211; gerade einmal 319 mehr. Dabei stieg die Zahl der Abiturienten im selben Zeitraum um rund 1400 Abiturienten. F&#252;r mehr als 5000 zus&#228;tzliche Abiturienten gibt es unter dem Strich nichts. Konkretester Schritt ist in dieser Sache die Empfehlung an Eltern gewesen, ihre Kinder &#8220;in Th&#252;ringen und Baden-W&#252;rttemberg&#8221; studieren zu lassen. </p>
<p>Das Versprechen, 1130 zus&#228;tzliche Ausbildungspl&#228;tze zu schaffen, ist bescheiden: Weit &#252;ber 5000 zus&#228;tzliche Abiturienten, 1130 versprochene Ausbildungspl&#228;tze &#8211; man hat bei diesen Rechenkunstst&#252;cken den Eindruck, dass auch einige Planer der Schulbeh&#246;rde zu kurz in der Schule waren. Schlimmer als den Absolventen des doppelten Abiturjahrgangs kommt es vermutlich f&#252;r Hamburgs Haupt- und Realsch&#252;ler. Sie werden n&#228;mlich jetzt auf eine Konkurrenz bei den Ausbildungspl&#228;tzen treffen, der sie kaum gewachsen sind. Sie sind diejenigen, die jetzt in Warteschleifen oder Arbeitslosigkeit um ihre Zukunft bangen m&#252;ssen. &#8211; Wer wissen will, warum Eltern und Sch&#252;ler sich beim Wort &#8220;Schulreform&#8221; &#228;ngstlich abwenden, der muss sich die Geschichte des doppelten Abi-Jahrgangs ansehen.</p>
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		<title>&#8220;Kleinkariert&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Ich bin entt&#228;uscht &#252;ber das Verhalten der Senatsfraktionen in der B&#252;rgerschaftsdebatte &#252;ber den Verkauf von Kunstsch&#228;tzen aus den Hamburger Sammlungen der Museen. CDU und GAL hatten die &#220;berweisung eines SPD-Antrages in den Kulturausschuss verweigert, obwohl sie im Vorwege eine &#220;berweisung zugesagt hatten. Die Senatsfraktionen haben ihre Zusage offenbar zur&#252;ckgezogen, weil ihnen der Verlauf der B&#252;rgerschaftsdebatte [...]]]></description>
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<p>Ich bin entt&#228;uscht &#252;ber das Verhalten der Senatsfraktionen in der B&#252;rgerschaftsdebatte &#252;ber den Verkauf von Kunstsch&#228;tzen aus den Hamburger Sammlungen der Museen. CDU und GAL hatten die &#220;berweisung eines SPD-Antrages in den Kulturausschuss verweigert, obwohl sie im Vorwege eine &#220;berweisung zugesagt hatten. Die Senatsfraktionen haben ihre Zusage offenbar zur&#252;ckgezogen, weil ihnen der Verlauf der B&#252;rgerschaftsdebatte nicht gepasst hat. Mit dieser Entscheidung haben sich CDU und GAL bei den an Kultur interessierten Menschen enorm blamiert.</p>
<p>CDU und GAL setzten sich nicht f&#252;r den Erhalt der Hamburger Kunstsch&#228;tze ein. Das ist die Nachricht zu dieser Debatte. Wir hatten an CDU und GAL appelliert, die Diskussion um den Verkauf von Kunstsch&#228;tzen endlich zu beenden. Das Bekenntnis aller Parteien zu den Hamburger Kunstsch&#228;tzen h&#228;tte eine Signalwirkung f&#252;r Museen, Sammler und Stifter von Kunstwerken haben k&#246;nnen. Doch so wird der Flurschaden, den die Koalition in der Kunst- und Kulturszene bereits angerichtet hat, nur noch gr&#246;&#223;er.<span id="more-4821"></span> </p>
<p>Fragw&#252;rdig ist auch das Verhalten der Kultursenatorin, die sich in der Debatte &#8211; anders als vorhergesehen &#8211; nicht &#228;u&#223;erte, als ihr das Wort gegeben wurde. Wir werden zuk&#252;nftig ein wachsames Auge darauf haben m&#252;ssen, wie der Senat mit den Kunstsch&#228;tzen dieser Stadt umgeht. Ich h&#228;tte mir ein anderes Ergebnis dieser Debatte gew&#252;nscht.</p>
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		<title>Kopfpauschale: Senat kopflos</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Mar 2010 11:31:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Der Senat hat offensichtlich keine einheitliche Position zur Einf&#252;hrung der Kopfpauschale im Gesundheitswesen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage meiner Fraktion hervor. Das ist bemerkenswert. Denn der Gesundheitssenator hat sich zuletzt zustimmend &#252;ber die Einf&#252;hrung der Pauschale ge&#228;u&#223;ert. Ich warne den Senat, dem Gesundheitssenator bei der Positionierung Hamburgs im Streit um [...]]]></description>
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<p>Der Senat hat offensichtlich keine einheitliche Position zur Einf&#252;hrung der Kopfpauschale im Gesundheitswesen. Das geht aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage meiner Fraktion hervor. Das ist bemerkenswert. Denn der Gesundheitssenator hat sich zuletzt zustimmend &#252;ber die Einf&#252;hrung der Pauschale ge&#228;u&#223;ert. Ich warne den Senat, dem Gesundheitssenator bei der Positionierung Hamburgs im Streit um die Kopfpauschale freie Hand zu lassen.</p>
<p>Welche Haltung hat der Senat zur Kopfpauschale? </p>
<p>Diese Frage haben wir an den Senat gerichtet. Zuvor hatte Gesundheitssenator Dietrich Wersich (CDU) die Pl&#228;ne der FDP zur Einf&#252;hrung der Pauschale &#246;ffentlich unterst&#252;tzt. Wir wollten auch wissen, wie nach Meinung des Senats die Finanzierung des Gesundheitswesens zuk&#252;nftig geregelt werden soll und welche Haltung Hamburgs Regierung zum Grundsatz der parit&#228;tischen Finanzierung der Krankenversicherung durch die Beitr&#228;ge der Arbeitgeber und Arbeitnehmer einnimmt. Die Antwort des Senats: &#8220;Der Senat hat sich hiermit nicht befasst.&#8221;<span id="more-4820"></span></p>
<p>In ganz Deutschland wird &#252;ber die Kopfpauschale und den vom FDP-Bundesgesundheitsminister geplanten Systemwechsel diskutiert. Gesundheitssenator und B&#252;rgermeister streiten sogar dar&#252;ber. Aber f&#252;r den Senat ist das alles angeblich kein Thema. Das klingt alles andere als &#252;berzeugend.</p>
<p>Der Senat wird im Bundesrat und in der Konferenz der Gesundheitsminister Flagge zeigen m&#252;ssen. Ohne eine Positionsbestimmung des Senats erh&#228;lt der Gesundheitssenator einen Freifahrtsschein in Richtung einer unsozialen Gesundheitspolitik. Einen kopflosen Senat k&#246;nnen sich aber die B&#252;rgerinnen und B&#252;rger nicht leisten, die auf ein solidarisches und finanzierbares Gesundheitswesen angewiesen sind.</p>
<p>Wir werden das Thema Kopfpauschale und die Differenzen zwischen Gesundheitssenator und B&#252;rgermeister auf die Tagesordnung des Gesundheitsausschusses der B&#252;rgerschaft zu setzen. Es darf nicht hingenommen werden, dass der Bundesgesundheitsminister und sein Hamburger Amtskollege offen an der Abschaffung von Gerechtigkeit und Solidarit&#228;t in der Krankenversicherung arbeiten.</p>
<p>Der von der FDP betriebene Systemwechsel in der Gesundheitspolitik und die Einf&#252;hung der Kopfpauschale w&#252;rden bedeuten, dass in Zukunft ein Klinikdirektor und eine Krankenschwester den gleichen Betrag zur Krankenversicherung zahlen. Da die Mittel f&#252;r staatliche Ausgleichszahlungen fehlen, w&#252;rde dies zu erheblichen Mehrbelastungen der Patienten bedeuten &#8211; der Einstieg in eine Privatisierung der Gesundheitsf&#252;rsorge.</p>
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