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	<title>SPD-Fraktionsvorsitzender Michael Neumann (SPD Hamburg)</title>
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	<description>Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft für die SPD Hamburg</description>
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		<title>Manufakturbesichtigung Wiesmann</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:57:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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Heute bin ich mit dem Landtagsabgeordneten Andre Stinka im Kreis Coesfeld unterwegs. H&#246;hepunkt war der Besuch der Automanufaktur Wiesmann in D&#252;lmen.


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<p>Heute bin ich mit dem Landtagsabgeordneten Andre Stinka im Kreis Coesfeld unterwegs. H&#246;hepunkt war der Besuch der Automanufaktur Wiesmann in D&#252;lmen.</p>
<p><a href="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/p_2048_1536_5F0F97F4-E288-4E2B-AC83-AD4EAB0A9E26.jpeg"><img src="http://www.neumann-hamburg.de/wp-content/uploads/2010/03/p_2048_1536_5F0F97F4-E288-4E2B-AC83-AD4EAB0A9E26.jpeg" alt="" class="alignnone size-full" /></a></p>
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		<title>Zur Leitbilddebatte</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 01:34:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<title>CDU zerlegt sich</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 22:39:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<description><![CDATA[

Verstehen tue ich es ja nicht, aber traurig bin ich auch nicht. 
Was die CDU in Hamburg gerade so anstellt, ist schwer zu verstehen. Klar, der R&#252;cktritt von Herrn Freytag war mehr als &#252;berf&#228;llig, die Ergebnisse der schwarz-gr&#252;nen Koalition sind sehr &#252;bersichtlich, dass nun aber bereits &#246;ffentlich &#252;ber die Nachfolge von Herrn von Beust diskutiert [...]]]></description>
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<p>Verstehen tue ich es ja nicht, aber traurig bin ich auch nicht. </p>
<p>Was die CDU in Hamburg gerade so anstellt, ist schwer zu verstehen. Klar, der R&#252;cktritt von Herrn Freytag war mehr als &#252;berf&#228;llig, die Ergebnisse der schwarz-gr&#252;nen Koalition sind sehr &#252;bersichtlich, dass nun aber bereits &#246;ffentlich &#252;ber die Nachfolge von Herrn von Beust diskutiert wird, ist wenig klug. </p>
<p>Nun bin ich bestimmt nicht Berater der CDU, aber was die Herren da reitet kann ich nur noch als nackte Panik deuten. Und nun noch den einzigen Trumph, den die Konservativen in Hamburg in H&#228;nden halten &#8211; die irrationale Beliebtheit des B&#252;rgermeisters &#8211; ohne Not so aus der Hand zu geben, Herrn von Beust so nachhaltig zu besch&#228;digen ist v&#246;llig verr&#252;ckt. </p>
<p>Auch wenn es die &#8220;jungen Wilden&#8221; in der CDU nicht mehr abwarten k&#246;nnen &#8211; vielleicht ist es die Gewissheit, der Abwahl in zwei Jahren &#8211; ist schon ziemlich &#8220;bescheuert&#8221;, den B&#252;rgermeister &#246;ffentlich so herunter zu reden. Und dann noch eine Nachfolgeregelung vorzuschlagen, die noch nicht einmal drittklassig ist, macht mich sprachlos. Offensichtlich war die Fassade hohler, als selbst ich als miesepetriger Oppositionsf&#252;hrer es geahnt hatte&#8230;</p>
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		<title>Debatte um &#8220;Schulfrieden&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 16:00:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Die B&#252;rgerschaft ht heute in einer Sondersitzung das Schulgesetz zur Enf&#252;hrung der neuen Hamburger Schulstruktur bstehend aus Primarschule &#8211; Stadtteilschule &#8211; Geymnasium&#8221; mit Stimmen von CDU, GAL, LinksPartei und uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beschlossen. In der vorhergehenden Debatte sprach ich zu diesem Thema. Hier meine Rede (es gilt das gesprochende Wort):
&#8220;Sehr geehrter Herr Pr&#228;sident,
sehr geehrte [...]]]></description>
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<p>Die B&#252;rgerschaft ht heute in einer Sondersitzung das Schulgesetz zur Enf&#252;hrung der neuen Hamburger Schulstruktur bstehend aus Primarschule &#8211; Stadtteilschule &#8211; Geymnasium&#8221; mit Stimmen von CDU, GAL, LinksPartei und uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten beschlossen. In der vorhergehenden Debatte sprach ich zu diesem Thema. Hier meine Rede (es gilt das gesprochende Wort):</p>
<p>&#8220;Sehr geehrter Herr Pr&#228;sident,<br />
sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>CDU, GAL und Sozialdemokraten haben heute eine Vereinbarung zur k&#252;nftigen Hamburger Schulstruktur geschlossen. Wir sind uns einig dar&#252;ber, dass es sich lohnt, f&#252;r eine nachhaltige Verbesserung der Qualit&#228;t der Hamburger Schulen die Debatte &#252;ber die Schulstruktur zu beenden. Wir garantieren damit einen 10 j&#228;hrigen Schulfrieden hinsichtlich der Schulstruktur.<span id="more-4806"></span></p>
<p>Frieden kann man unter anderem definieren als einen heilsamen Zustand der Stille oder Ruhe, als die Abwesenheit von St&#246;rung oder Beunruhigung.</p>
<p>Dieses Prinzip &#252;bertragen auf die Hamburger Schulen hei&#223;t: Konzentration auf das Wesentliche.<br />
Auf die<br />
-	Verbesserung des Unterrichts,<br />
-	die Verbesserung der Lernbedingungen und<br />
- 	die Verbesserung der Bildungsgerechtigkeit. </p>
<p>Gewinner dieses Friedens werden die Hamburger Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sein. Sie und ihre Eltern bekommen f&#252;r eine Dekade endlich die Verl&#228;sslichkeit, die Berechenbarkeit, die unsere Schulen so dringend brauchen, um Reformen auch wirken zu lassen. </p>
<p>Bereits im Sommer letzten Jahres habe ich den Vorschlag gemacht, nach dem Vorbild des Bremer Schulfriedens einen fraktions&#252;bergreifenden Konsens &#252;ber die Schulpolitik herzustellen. Sowohl der Erste B&#252;rgermeister als auch die Schulsenatorin sind leider erst nach dem erfolgreichen Volksbegehren auf unser Gespr&#228;chsangebot eingegangen &#8211; leider. </p>
<p>W&#228;re die schwarz-gr&#252;ne Koalition fr&#252;her auf unser Gespr&#228;chsangebot eingegangen, w&#228;re der Volksentscheid vielleicht zu vermeiden gewesen, bei dem sich nun Hamburgerinnen und Hamburger in Teilen unvers&#246;hnlich gegen&#252;ber stehen. </p>
<p>Es gibt viele Umfrageergebnisse zu diesem Thema. Je nach Ergebnis werden sie von der einen oder anderen Seite zitiert. Alle Umfragen zeigen jedoch, wie zerrissen die Hamburger Bev&#246;lkerung in der Frage der Schulstruktur ist: 46 Prozent sprechen sich gegen die Einf&#252;hrung der Primarschule aus und 45 Prozent daf&#252;r.<br />
Damit ist der Ausgang des Volksentscheids v&#246;llig offen.</p>
<p>Aber ich habe die Hoffnung, dass wir mit dem vereinbarten zehnj&#228;hrigen Frieden zur Schulpolitik sowie mit den durch uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten erzielten erheblichen Qualit&#228;tsverbesserungen die Hamburgerinnen und Hamburger von der Schulreform &#252;berzeugen k&#246;nnen.</p>
<p>Einige unserer Erfolge m&#246;chte ich besonders herausstellen:<br />
Elternwille<br />
-	Das Elternwahlrecht bleibt bestehen. </p>
<p>Aus meiner Sicht hatte das Volksbegehren einen so gro&#223;en Erfolg, weil viele Eltern emp&#246;rt dar&#252;ber waren, dass sie zuk&#252;nftig keinen Einfluss mehr auf die Entscheidung haben sollten, welche Schulform ihr Kind k&#252;nftig besuchen darf. Die Mitwirkung der Eltern bei der schulischen Entwicklung ihres Kindes ist aber eine wesentliche Voraussetzung f&#252;r eine hohe Akzeptanz und ein gro&#223;es Vertrauen der Eltern in das schulische System. Die von schwarz-gr&#252;ne geplante falsche Abschaffung des Elternwahlrechts hat die Zweifel der Hamburgerinnen und Hamburger an der Schulstrukturreform erheblich gest&#228;rkt.</p>
<p>Wir Sozialdemokraten haben immer wieder darauf hingewiesen.</p>
<p>Erst durch den wuchtigen Erfolg des Volksentscheids, den selbst der B&#252;rgermeister als Paukenschlag bezeichnet hat, hat die schwarz-gr&#252;ne Koalition ihren Fehler eingesehen. Die Abschaffung des Elternwahlrechts ist jetzt vom Tisch und das ist gut so!</p>
<p>Ein gro&#223;er Erfolg bei den Verhandlungen ist auch die Abschaffung des B&#252;chergeldes. </p>
<p>Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben uns immer dagegen gewehrt, und sind daher umso gl&#252;cklicher, dass es nun endlich f&#228;llt. Im Jahr 2005 hatte die absolute Mehrheit der CDU die unentgeltliche Bereitstellung von Schulb&#252;chern abgeschafft. Mit der Einf&#252;hrung des B&#252;chergelds hat der CDU-Senat einen zentralen Grundwert preisgegeben, der die Hamburger Schulpolitik zuvor &#252;ber Jahrzehnte gepr&#228;gt hatte: die Unentgeltlichkeit schulischer Bildung. Damit wurde der Grundsatz aufgegeben, allen Kindern und Jugendlichen unabh&#228;ngig vom Einkommen und Verm&#246;gen ihrer Eltern die gleichen Chancen auf gute schulische Bildung einzur&#228;umen. Die Erhebung von Geb&#252;hren jedweder Art im Bildungsbereich steht dem Ziel sozial verantwortlicher Politik diametral entgegen. Die Abschaffung des B&#252;chergelds ist ein gro&#223;er sozialdemokratischer Erfolg! </p>
<p>Meine sehr geehrten Damen, meine Herren,</p>
<p>noch unter der CDU-Schulsenatorin Dinges-Dierig wurde die absurde Idee vertreten, die Gr&#246;&#223;e der Klasse habe keine Auswirkung auf die Leistungen der Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler. Mit dieser Begr&#252;ndung hatte Hamburg daraufhin die gr&#246;&#223;ten Grundschulklassen ganz Deutschlands. So stellte sich die Umsetzung der „Wachsenden Stadt“ in den Schulen dar. </p>
<p>Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten haben jetzt eine deutliche Reduzierung der Klassenfrequenzen durchgesetzt. Die Klassenobergrenze in den Primarschulen betr&#228;gt jetzt 23 Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler, in Schulen mit sozialer Benachteiligung betr&#228;gt sie 19. Was diese Verbesserungen bedeuten, k&#246;nnen Ihnen am besten die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler der heutigen vierten Klassen berichten, die das Erbe von Frau Dinges-Dierig in Klassen mit bis zu 30 Schulkindern aussitzen m&#252;ssen.</p>
<p>Neu an dieser Regelung ist auch der einklagbare Rechtsanspruch auf die im Gesetz festgelegte Klassengr&#246;&#223;e.<br />
Die Eltern k&#246;nnen f&#252;r ihre Kinder vor Gericht die Einhaltung der gesetzlich fixierten Obergrenzen einklagen. Das gab es in Hamburg noch nicht, das gab es auch in Deutschland noch nicht! Das ist ein bildungspolitischer Quantensprung!</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen, meine Herren,</p>
<p>es ist richtig: Wir Sozialdemokraten haben uns mit der Schulreform insbesondere mit der Primarschule schwer getan. Die Primarschule wurde als Idee der schwarz-gr&#252;nen Koalition&#228;re aus dem Hut gezaubert. Weder die Enquete-Kommission Schulpolitik, die sich zwei Jahre &#252;ber die k&#252;nftige Schulstruktur in Hamburg Gedanken machte, Wissenschaftler anh&#246;rte und Studien auswertete, schlug die Primarschule vor, noch war es eine Forderung der CDU oder der GAL im Wahlkampf. Trotzdem war es der politische Kompromiss, war es der Preis, den beide Koalitionspartner zahlen mussten und wollten.</p>
<p>Allerdings wurde diese Rechnung gemacht, ohne den Wirt mit einzubeziehen, in diesem Fall 184.000 Hamburgerinnen und Hamburger.</p>
<p>Auch wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten verfolgen das Ziel des l&#228;ngeren gemeinsamen Lernens. Nur wollten wir auf einem anderen Weg dort ankommen. Wir wollten die Schule f&#252;r alle &#252;ber die Schaffung von Stadtteilschulen f&#252;r alle in jedem Schulbezirk erreichen, in dem sich Haupt- und Realschulen sowie Gesamtschulen und auf freiwilliger Basis die Gymnasien zusammenschlie&#223;en. Unser Weg ist von vielen als kompliziert diffamiert worden. Aber einfache Antworten f&#252;r schwierige Probleme sind selten zu finden.<br />
Das lernt schwarz-gr&#252;n ja auch gerade. Und deshalb ist Schadenfreude hier v&#246;llig unangebracht.<br />
Auf beiden Seiten des Parlamentes.</p>
<p>Gegen&#252;ber der Primarschule waren wir voller Skepsis und Zweifel. Zweifeln, die auch berechtigt waren:<br />
Die rund 130 Grundschulen sollen zu 64 Primarschulen zusammengef&#252;hrt werden. Da stellt sich schon die Frage, wie das funktionieren soll, wenn einige Schulen 3 km oder mehr auseinander liegen. Wir haben jetzt ausgehandelt, dass in der Regel die Primarschulen mit mehreren Standorten vertikal geteilt werden m&#252;ssen. Das hei&#223;t die Klassen bleiben von der ersten bis zur sechsten Klasse an einem Standort. Diese L&#246;sung hat unsere Bedenken in diesem Punkt entsch&#228;rft.</p>
<p>Auch hatten wir Kritik, was die sogenannte Fortbildungsinitiative f&#252;r Lehrerinnen und Lehrer betraf.<br />
Die Einf&#252;hrung einer neuen Lernkultur mit dem Schwerpunkt des individualisierten Unterrichts stellt eine hohe Anforderung an die Lehrkr&#228;fte dar. Die Bereitstellung von nur rund einer Million Euro j&#228;hrlich f&#252;r die Fortbildung in Sachen Schulreform schien doch etwas d&#252;rftig. In unserer Vereinbarung haben wir nun festgeschrieben, dass jede Lehrkraft in den drei Jahren vor dem Start der Klassen 5 der Primarschulen mindestens 20 Stunden Fortbildung absolviert haben muss. </p>
<p>Eine gro&#223;e Sorge bei der Schulreform war f&#252;r uns Sozialdemokraten die Entwicklung der Stadtteilschule. Dadurch, dass es keine Langformen mehr geben soll, dass die Klassen 5 und 6 an die Primarschulen fallen und nicht jede Stadtteilschule eine eigene Oberstufe haben sollte, war die Gefahr gro&#223;, dass die Stadtteilschule im Gegensatz zum Gymnasium die weniger attraktive Alternative werden w&#252;rden. Das darf jedoch nicht geschehen. Daher muss es mehr Anstrengungen geben, Stadtteilschulen auch f&#252;r bildungsorientierte Eltern attraktiv zu machen.<br />
Unser ausgehandeltes Ergebnis, dass jede Stadtteilschule eine eigene Oberstufe f&#252;hren soll, mindestens aber eine 11. Klasse haben muss, sichert die Konkurrenzf&#228;higkeit sowie der Attraktivit&#228;t der Stadtteilschule. Die Anziehungskraft der Stadtteilschule muss auf Sch&#252;ler mit Gymnasialempfehlung ausstrahlen.</p>
<p>Meine sehr gehrten Damen, meine Herren,</p>
<p>wir haben immer gesagt: Wir erkennen an, dass die Primarschule durch die M&#246;glichkeit des l&#228;ngeren gemeinsamen Lernens sehr wohl Chancen bietet. Aber ihre Einf&#252;hrung beinhaltet zahlreiche organisatorische und inhaltliche Risiken. Bisher sind wir nach Abw&#228;gung zu dem Ergebnis gelangt, dass die Chancen zu gering und die Risiken zu hoch sind und haben daher die Primarschule abgelehnt.</p>
<p>Nach dem wir Sozialdemokraten mit den schwarz-gr&#252;nen Koalitionsparteien viele sozialdemokratisch gepr&#228;gten Verbesserungen ausgehandelt haben, nachdem selbst Frau Knipper auf dem Landesparteitag der CDU gesagt hat, dass das Beste an der Reform die von der SPD durchgesetzten Punkte ist, stimmen wir heute geschlossen zu. Wir werden f&#252;r die neue Schulstruktur werben, uns mit sachlichen Argumenten an der Debatte beteiligen und versuchen, mit Aufkl&#228;rungsarbeit die Hamburger B&#252;rgerinnen und B&#252;rger zu &#252;berzeugen.</p>
<p>Im negativen Sinne f&#252;hrt Friedfertigkeit zur Friedh&#246;flichkeit, das hei&#223;t zur Vermeidung und Verleugnung von Konflikten. Nun meine Damen, meine Herren, so h&#246;flich werden wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nicht sein. Wir werden mit Argusaugen &#252;berpr&#252;fen, ob, wie und wann die vereinbarten Qualit&#228;tskriterien eingehalten werden. Sollte das nicht der Fall sein, werden wir die Probleme ausmachen, benennen und eine Korrektur fordern und uns auch, wenn es notwendig ist, streiten. Aber wir werden die Schulstruktur nicht in Frage stellen.</p>
<p>Meine sehr geehrten Damen, meine Herren,</p>
<p>wer jetzt glaubt – und vielleicht hofft das ja auch manch Fraktionsvorsitzender -, dass die Bildungspolitik in Hamburg aufgrund des Schulfriedens langweilig wird oder gar zum Stillstand kommt, hat sich geirrt. Es gibt gen&#252;gend Herausforderungen, die bew&#228;ltigt werden m&#252;ssen. Ich nenne hier nur<br />
•	der gemeinsame Unterricht von behinderten und nicht behinderten Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;lern<br />
•	den doppelten Abiturjahrgang<br />
•	den Ausbau der Ganztagsschulen<br />
•	das Gastschulabkommen mit Schleswig-Holstein<br />
•	die Hortbetreuung an Primarschulen<br />
sowie<br />
•	den Schattenhaushalt beim Schulbau.<br />
Es gibt also genug Themen in der Schul- und Bildungspolitik, die den Streit der Edlen wert sind.<br />
Vielen Dank!&#8221;</p>
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		<item>
		<title>Kleinere Klassen, Elternwille bleibt, Abitur an jeder Stadtteilschule &#8211; und das B&#252;chergeld kommt weg</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2010/03/03/kleinere-klassen-elternwille-bleibt-abitur-an-jeder-stadtteilschule-und-das-buechergeld-kommt-weg/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Mar 2010 08:31:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Wir haben in den Gespr&#228;chen &#252;ber die Schulreform substanzielle Verbesserungen insbesondere bei der Qualit&#228;tssteigerung und Qualit&#228;tssicherung erzielt. Damit sind wir dem gemeinsamen Ziel Schulfrieden einen entscheidenden Schritt n&#228;her gekommen.
Der Elternwille bleibt entscheidend. Die Eltern werden in Hamburg weiter das Recht haben, &#252;ber den Bildungsweg ihrer Kinder zu bestimmen. Jede Stadtteilschule wird eine Oberstufe bekommen &#8211; [...]]]></description>
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<p>Wir haben in den Gespr&#228;chen &#252;ber die Schulreform substanzielle Verbesserungen insbesondere bei der Qualit&#228;tssteigerung und Qualit&#228;tssicherung erzielt. Damit sind wir dem gemeinsamen Ziel Schulfrieden einen entscheidenden Schritt n&#228;her gekommen.</p>
<p>Der Elternwille bleibt entscheidend. Die Eltern werden in Hamburg weiter das Recht haben, &#252;ber den Bildungsweg ihrer Kinder zu bestimmen. Jede Stadtteilschule wird eine Oberstufe bekommen &#8211; an jeder Stadtteilschule wird man das Abitur machen k&#246;nnen. In den Primarschulen wird es eine weitere Verbesserung der Relation Sch&#252;ler-Lehrer geben. Und das ungerechte und unsoziale B&#252;chergeld wird abgeschafft.</p>
<p>Ein Konsens zwischen den Fraktionen der B&#252;rgerschaft &#252;ber die Entwicklung der Schulstruktur bedeutet noch nicht, dass die Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger von dieser Reform &#252;berzeugt ist. Diese &#220;berzeugung herzustellen, ist unsere Aufgabe f&#252;r die kommenden Monate. Wir werden diese Aufgabe jetzt angehen &#8211; entschlossen, aber ohne &#252;berfl&#252;ssige Sch&#228;rfe.</p>
<p>Wir werden die Schulreform auch zuk&#252;nftig &#8211; wie schon in den letzten beiden Jahren &#8211; kritisch und konstruktiv begleitet. Wir haben am Ende erhebliche Verbesserungen durchgesetzt. Uns ging es jetzt nicht um irgendeinen Kompromiss zwischen Parteien. Es ging darum, eine Verst&#228;ndigung zu erzielen, die zu einer gro&#223;en Zustimmung in der Bev&#246;lkerung f&#252;hren kann. Mit unserer Verst&#228;ndigung, die &#252;ber zehn Jahre laufen soll, schaffen wir Sicherheit &#8211; insbesondere f&#252;r die Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler sowie ihre Eltern.</p>
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		<title>R&#252;cktritt &#252;berf&#228;llig</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 12:27:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Frigge]]></category>
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		<category><![CDATA[HSH Nordbank]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Völsch]]></category>

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Der R&#252;cktritt von Finanzsenator und CDU-Landeschef Michael Freytag kommt f&#252;r mich nicht so &#252;berraschend wie f&#252;r die Hamburger CDU. Der Schritt Freytags wurde seit Monaten erwartet und ist angesichts der finanzpolitischen Bilanz des Senats auch gerechtfertigt. Freytags mehr als ungl&#252;ckliche Rolle im Zusammenhang mit der Krise der Bank hat dem Finanzsenator mittelfristig keine andere Wahl [...]]]></description>
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<p>Der R&#252;cktritt von Finanzsenator und CDU-Landeschef Michael Freytag kommt f&#252;r mich nicht so &#252;berraschend wie f&#252;r die Hamburger CDU. Der Schritt Freytags wurde seit Monaten erwartet und ist angesichts der finanzpolitischen Bilanz des Senats auch gerechtfertigt. Freytags mehr als ungl&#252;ckliche Rolle im Zusammenhang mit der Krise der Bank hat dem Finanzsenator mittelfristig keine andere Wahl gelassen als den R&#252;cktritt.</p>
<p>Herr Freytag hat die aktuell kritisierten Folgen der CDU-Finanzpolitik nicht allein zu verantworten. Die Fehlentwicklung der &#246;ffentlichen Finanzen reicht zur&#252;ck bis in die Amtszeit des CDU-Finanzsenators und sp&#228;teren HSH-Aufsichtsratschefs Wolfgang Peiner: Verm&#246;gensverk&#228;ufe, mangelnde Konsolidierung und Haushaltsdefizite trotz sprudelnder Einnahmen haben die wirtschaftliche Substanz des „Konzerns Hamburg“ in der Regierungszeit der CDU schwer angegriffen. Hinzu kommt eine expansive Landesbankenpolitik, deren Milliardenrisiken sich mit der Finanzmarktkrise in vollem Umfang zu Lasten des st&#228;dtischen Verm&#246;gens realisiert haben.<span id="more-4795"></span></p>
<p>Die Haushaltspolitik wurde &#252;ber Jahre hinweg vom gesamten CDU-Senat und einer schweigenden CDU-B&#252;rgerschaftsfraktion gest&#252;tzt und seit 2008 auch von den Abgeordneten der GAL-Fraktion gedeckt. Die im Zuge der Wirtschaftskrise einbrechenden Steuereinnahmen sind Anfang 2009 auf bereits bestehende Defizite der Finanzplanung von mehreren Milliarden getroffen. Diese versteckten Defizite haben zusammen mit den Steuerausf&#228;llen schlagartig einen Finanzierungsbedarf von 6,5 Milliarden Euro und eine Rekordneuverschuldung ausgel&#246;st. Damit ist nicht nur die unsolide CDU-Haushaltspolitik, sondern auch die irref&#252;hrende Rhetorik von Finanzsenator Freytag hart aufs Pflaster der Realit&#228;t geschlagen.</p>
<p>Freytags designierter Nachfolger, der bisherige Wirtschafts-Staatsrat Carsten Frigge (CDU) ist hingegen in der finanzpolitischen Diskussion bisher nicht in Erscheinung getreten. Er &#252;bernimmt ein schweres Erbe, das nur durch einen klaren Kurswechsel in der Haushaltspolitik zu bew&#228;ltigen ist. Ich fordere als Sofortma&#223;nahmen:</p>
<p>• Transparente Ausweisung von Schulden und Zinsbelastungen im Kernhaushalt.<br />
• Begrenzung der Neuverschuldung auf den Betrag, der f&#252;r den Ausgleich der Steuermindereinnahmen durch die Konjunkturkrise erforderlich ist.<br />
• Keine „schwarzen Kassen“ zur Finanzierung von zus&#228;tzlichen Projekten &#252;ber den beschlossenen Haushalt hinaus.<br />
• Wiederaufnahme der Konsolidierung im Betriebshaushalt, keine weiteren Ausweitungen im Personalbestand und bei Fl&#228;chenanmietungen der Beh&#246;rden.<br />
• Streichung von Luxusinvestitionen (Neubau der Hafencity-Universit&#228;t, unterirdische Schie&#223;st&#228;nde der Polizei, Verlagerung der Universit&#228;t) und Einsatz der vorhandenen Investitionsmittel f&#252;r dringende Projekte im Schul- und Hochschulbau sowie in der Infrastruktur-Sanierung (Stra&#223;enbau und Gr&#252;nanlagen).<br />
• Keine Pauschalerm&#228;chtigungen f&#252;r Beh&#246;rden im so genannten Neuen Haushaltswesen Hamburg ohne Transparenz, Kontrolle und Steuerung.</p>
<p>SPD-PUA-Obmann V&#246;lsch sagte, Freytag habe nicht zuletzt sich selbst mit seinen Handeln und seiner Kommunikation in Sachen HSH Nordbank geschadet. „Freytag hat die Lage der Bank noch sch&#246;n geredet, als die Krise nicht mehr zu leugnen war“, sagte V&#246;lsch. So hatte der Senator die HSH Nordbank in einem Interview mit der WELT noch im Oktober 2008 als „im Kern gesund“ bezeichnet. Der PUA habe aber mittlerweile ermittelt, dass die Anteilseigner der HSH Nordbank bereits Ende 2007 &#252;ber eine au&#223;erplanm&#228;&#223;ige Kapitalerh&#246;hung zur St&#252;tzung des in Schieflage geratenen Hauses beraten haben. Derartige Vorg&#228;nge hatten die Senatsvertreter sp&#228;ter gegen&#252;ber der B&#252;rgerschaft geleugnet. „Auch das ist ein Punkt, zu dem sich Herr Freytag als Zeuge vor dem PUA wird &#228;u&#223;ern m&#252;ssen“, sagte V&#246;lsch.</p>
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