Ich sehe in der vorgelegten Halbjahresbilanz der HSH Nordbank positive Signale. Die Entwicklung der Halbjahreszahlen der HSH Nordbank sind insgesamt positiv, wenn auch vor allem durch geringere Risikovorsorge geprägt. Die Gefahr, dass die 10-Milliarden-Garantie gezogen werden muss, scheint zumindest nicht größer geworden zu sein. Allerdings wäre nichts schlimmer, als wenn sich die finanzielle Krise der Bank noch einmal verschärft oder die Konjunktur Rückschläge erleidet.

Noch im Juni ging die Bank bei der Vorstellung der Ergebnisse des 1. Quartals insbesondere im Bereich Shipping von erhöhtem Risikovorsorgebedarf aus. Man ist definitiv noch nicht über den Berg.

Außerhalb der reinen Zahlen sorgt die HSH jedoch für deutlich negative Nachrichten. Die Zusammenarbeit mit dem Untersuchungsausschuss ist keinesfalls von enger Kooperation geprägt. Wir streiten mit der Bank immer noch vor Gericht um die Herausgabe von Akten.

Zu den derzeit in den Medien diskutierten Spitzelvorwürfen: Es ist gut, dass die Staatsanwaltschaft und die BaFin sich dieser Affäre annehmen. Die Beauftragung einer Rechtsanwaltskanzlei durch die HSH kann keine unabhängige Aufklärung leisten. Das hat die Untersuchung von Pflichtverstößen durch die von der HSH beauftragte Kanzlei Freshfields gezeigt.

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