Das Überseequartier – eine Hinterlassenschaft des früheren CDU-Senats – ist wirtschaftlich tot. Und Subventionen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe sollen es nun retten.

Das Grundproblem ist, dass es für die geplanten Büroflächen keinen Bedarf gibt und dass die Banken den Bau dieser Büroflächen nicht mehr finanzieren können und wollen. Hier springt der Senat jetzt ein. Er will Büros bauen, von denen wir alle wissen, dass sie niemand braucht.

Völlig unverständlich ist in diesem Zusammenhang, dass der Senat das Angebot der privaten Wohnungswirtschaft abgelehnt hat, in einem Konsortium als Investor einzuspringen und einen erheblichen Anteil Wohnungsbau im Überseequartier zu realisieren. Auf die Bitte der Wohnungswirtschaft um ein Gespräch mit Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk (GAL) hat diese klar zu verstehen gegeben, dass sie daran kein Interesse hat. Wer aber ernsthaft das Ziel Wohnungsbau verfolgt, der kann einen so wichtigen Partner nicht derart vor den Kopf stoßen. Schwarz-Grün vergibt die Chance auf ein urbaneres lebendiges Überseequartier ohne öffentliche Subventionen. Ich fürchte, der Senat ist von seiner stadtentwicklungspolitischen Geisterfahrt in der HafenCity nicht abzubringen.

Keine Kommentare bisher

Hinterlassen Sie einen Kommentar →