Die Entscheidung des Senats, ein Sonderprogramm in Höhe von 25 Millionen Euro bereit zu stellen, und damit Sicherheits- und Betriebsmängel in Gebäuden der Universität Hamburg zu beseitigen ist überfällig. Die Entscheidung ist richtig. Denn es geht um Maßnahmen, die keinen Aufschub mehr zulassen. Dieser Umstand ist aber auch Folge der Tatsache, dass der Senat sich bei der baulichen Erhaltung der Universität seit geraumer Zeit zurückhält. Um es höflich zu sagen. Nach eigenen Angaben geht der Senat sogar von einem akuten Sanierungsbedarf von über 40 Millionen Euro aus.
Aus meiner Sicht wird der Senat jetzt von seinen Fehlern aus der jüngsten Vergangenheit eingeholt: Der Senat beschäftigt sich seit zwei Jahren mit dem Milliardengrab ,Umzug der Universität auf den Kleinen Grasbrook´ und weniger mit Erhalt und Sanierung von Gebäuden der Universität. Auch deshalb ist ein millionenschwerer Instandsetzungsstau entstanden.
Ich erinnere in diesem Zusammenhang auf die Antwort des Senats auf eine Anfrage meiner Fraktion. Dort sind – gefragt nach dem unmittelbarem Sicherungs- und Sanierungsbedarf – diverse Maßnahmen aufgelistet. Das finanzielle Gesamtvolumen dieser Maßnahmen, die aus Sicherheitsgründen sofort angegangen werden müssen, beträgt nach Senatsangaben 41.435 Millionen Euro. Das bedeutet, dass die 25 Millionen bei weitem nicht ausreichen – nicht einmal für die dringlichsten Maßnahmen an der Universität.
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