Nun hat die Initiative “Wir wollen lernen” also den Volksentscheid über die Schulreform angemeldet. Damit entscheiden die Hamburgerinnen und Hamburg am 18. Juli 2010 über die Einführung der Primarschule, darüber, ob wir auf unserem Wege zum gemeinsamen längeren Lernen endlich einen kleinen Schritt voran kommen oder nicht.
Ich habe bis zuletzt darauf gehofft, dass es nicht zu einem solchen Volksentscheid kommt. Denn am Ende wird es vermutlich keinen “Erdrutschsieg” für die eine oder die andere Seite geben, sondern es wird “Sieger” und “Besiegte” geben. Und ich fürchte, dass sich aus dieser Entscheidung keine friedensstiftende Lösung für die Zukunft ergeben wird. Nun ist es aber so und wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten werden mit aller Kraft für die Schulreform und den damit verbundenen 10jährigen Schulfrieden streiten – mit guten Argumenten. Denn nicht zuletzt die erheblichen Verbesserungen, die wir CDU und GAL abringen konnten – Elternwahlrecht bleibt voll erhalten, Rechtsanspruch auf kleine Klassen, externe Evaluation oder die Abschaffung des Büchergeldes – haben uns dazu gebracht, der Reform in der Bürgerschaft zuzustimmen.
12. April 2010 um 22:19
Tja, da hat sich die Behörde ja den richtigen Termin ausgesucht. es sind nämlcih in Hamburg Sommerferien und viele Familien und andere interssierte Menschen sind vereist.
Es war klar, dass die Behörde zu solchen unlauteren Mitteln greift, um sich zu profilieren.
13. April 2010 um 08:49
Moin,
den Abstimmungstermin hat weder Senat noch Schulbehörde oder Bürgerschaft festgelegt. Er ergibt sich aus den gesetzlichen Fristen, die für alle Volksentscheide gelten. Diese waren auch bekannt und sind auch nicht verändert worden.
Ich stimme Ihnen aber zu, dass ein solcher Termin für die Beteiligung nicht optimal ist. Das liegt aber an der Anmeldung der Initiative. Es besteht aber für jeden Abstimmungsberechtigten die Möglichkeit der Briefwahl. Es gibt also keine Ausrede, nicht für die Schulreform und damit für den Hamburger Schulfrieden zu stimmen!
Sonnige Woche.
Ihr Michael Neumann.