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	<title>Kommentare zu: Senat muss aufwachen!</title>
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	<description>Senator für Inneres und Sport der Stadt Hamburg</description>
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		<item>
		<title>Von: Michael Neumann</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2010/03/17/senat-muss-aufwachen/comment-page-1/#comment-18666</link>
		<dc:creator>Michael Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 13:38:45 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.neumann-hamburg.de/?p=4833#comment-18666</guid>
		<description>Moin Herr Bensel,
vielen Dank f&#252;r Ihre Mail zum Tiefschlaf des Senates. Die Agenda 2010 und ihre Umsetzung hat in den letzten Jahren nicht nur zu tiefen Ver&#228;nderungen in unserem Land, sondern auch zu heftigen und engagierten Diskussionen innerhalb und au&#223;erhalb der SPD gef&#252;hrt. Die Vorschl&#228;ge von Gabriel und Olaf Scholz am Beginn der Woche machen dies ja auch deutlich.
Daneben stellt sich f&#252;r mich die Frage, inwieweit die M&#246;glichkeiten der Einflu&#223;nahme, der richtigen Nutzung von Ermessenspielr&#228;umen und des ehrlichen Engagements des CDU-gef&#252;hrten Senates hier in Hamburg. Die B&#252;rgerschaft, und wir als Opposition haben zur Zeit nicht die M&#246;glichkeiten, etwas an der Berliner Sozialgesetzgebung zu &#228;ndern. was wir aber tun k&#246;nnen, ist die dauernde Aufforderung an den CDU-Senat, die geltenden Gesetze im Sinne der Betroffenen anzuwenden. Spielr&#228;ume f&#252;r die Menschen zu nutzen, nicht gegen sie. Da habe ich den Eindruck, dass dies nicht geschieht. Unabh&#228;ngig von notwendigen &#196;nderungen, f&#252;r die die SPD ja nun konkrete Vorschl&#228;ge gemacht hat.
Einen sonnigen Tag.
Ihr Michael Neumann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Moin Herr Bensel,<br />
vielen Dank f&#252;r Ihre Mail zum Tiefschlaf des Senates. Die Agenda 2010 und ihre Umsetzung hat in den letzten Jahren nicht nur zu tiefen Ver&#228;nderungen in unserem Land, sondern auch zu heftigen und engagierten Diskussionen innerhalb und au&#223;erhalb der SPD gef&#252;hrt. Die Vorschl&#228;ge von Gabriel und Olaf Scholz am Beginn der Woche machen dies ja auch deutlich.<br />
Daneben stellt sich f&#252;r mich die Frage, inwieweit die M&#246;glichkeiten der Einflu&#223;nahme, der richtigen Nutzung von Ermessenspielr&#228;umen und des ehrlichen Engagements des CDU-gef&#252;hrten Senates hier in Hamburg. Die B&#252;rgerschaft, und wir als Opposition haben zur Zeit nicht die M&#246;glichkeiten, etwas an der Berliner Sozialgesetzgebung zu &#228;ndern. was wir aber tun k&#246;nnen, ist die dauernde Aufforderung an den CDU-Senat, die geltenden Gesetze im Sinne der Betroffenen anzuwenden. Spielr&#228;ume f&#252;r die Menschen zu nutzen, nicht gegen sie. Da habe ich den Eindruck, dass dies nicht geschieht. Unabh&#228;ngig von notwendigen &#196;nderungen, f&#252;r die die SPD ja nun konkrete Vorschl&#228;ge gemacht hat.<br />
Einen sonnigen Tag.<br />
Ihr Michael Neumann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Manfred Bensel</title>
		<link>http://www.neumann-hamburg.de/2010/03/17/senat-muss-aufwachen/comment-page-1/#comment-18662</link>
		<dc:creator>Manfred Bensel</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Mar 2010 10:47:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.neumann-hamburg.de/?p=4833#comment-18662</guid>
		<description>Hallo Herr Neumann,


Ihren Artikel kann ich – aus schlechtem Grund – nicht unkommentiert lassen.

Sie echauffieren sich – zu Recht – &#252;ber die unsoziale Behandlung der HARTZ-IV-Opfer durch den oliv-gr&#252;nen Senat. Gut gebr&#252;llt, L&#246;we!

Wenn man allerdings bedenkt, dass dieses gigantische Armutserzeugungs- und Entrechtungsprogramm auf massiven Druck – unter Verrat aller sozialdemokratischen Ideale – von unserem ehemaligen Bundes-Abkanzler Schr&#246;der, ausgearbeitet von einem vorbestraften Industrie-Manager unter Duldung der Gr&#252;nen und des halbherzigen Aufbegehrens von SPD-Mitglied Michael Sommer durchgepeitscht wurde, sollte man sich – vor allem als f&#252;hrendes SPD-Mitglied – in stiller Demut &#252;ben.

Von Anfang an war das kolportierte &#039;F&#246;rdern und Fordern&#039; eine Farce. Gesetzes&#228;nderungen waren in der Regel deutliche Verschlechterungen; viele Zumutungen sind meines Erachtens verfassungswidrig. Beispiel: Dass die Wahl einer eigenen Wohnung f&#252;r HARTZ-IV-Opfer erst ab 25 Jahren m&#246;glich sein soll, ist ein Unding und meiner Ansicht nach ausschlie&#223;lich wirtschaftlichen &#220;berlegungen geschuldet.

Ich selbst habe nach jahrelangem Erleiden des &#039;Services&#039; seitens der ARGEn (vor allen Dingen der in Wandsbek) nun die Aufgabe, jungen Menschen mit &#039;multiplen Vermittlungshemmnissen&#039;, wie es in der technokratisch-kalten HARTZ-IV-Diktion so entlarvend hei&#223;t, zu helfen. – Was sich da f&#252;r Abgr&#252;nde auftun, k&#246;nnte Thema f&#252;r ein eigenes Blog sein. Ich m&#246;chte daher noch nicht einmal ansatzweise eine skizzenhafte Zusammenfassung bringen; dies w&#252;rde den Rahmen bei weitem sprengen.
Fakt ist, dass die Durchf&#252;hrung dieses Armutserzeugungs- und Entrechtungsprogramms – entgegen aller Hochglanz-Propaganda – nach folgendem Motto geschieht: &#039;Fordern und &#220;berfordern&#039;!

Nun zu einigen Aussagen in Ihrem Artikel:

Sie schreiben:

&#039;Auch Menschen, die schon l&#228;nger arbeitslos sind, d&#252;rfen mit Hinweis auf die allgemeine Entwicklung nicht abgeschrieben werden.&#039; – Kann ich voll unterst&#252;tzen.

Ihre Partei-Kollegin im Bundesland NRW sieht das wohl anders. Sie wird in folgendem Artikel (http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Hartz-IV-Sozialstaat;art122,3050868) mit der Aussage zitiert: &#039;„Wir m&#252;ssen endlich ehrlich sein: Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regul&#228;ren Job finden“. ... Daher sei es notwendig, einen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt aufzubauen.&#039; Danach folgt in butterweichen Worten eine Almosen-orientierte Argumentationskette: Von einer Chance, „im Rahmen ihrer M&#246;glichkeiten f&#252;r die Gesellschaft etwas zu leisten“ und einem Angebot, das ihnen eine „w&#252;rdevolle Perspektive“ gebe, ist dort die Rede. Und diese armen, armen Menschlein sind von soviel staatlich verordneter Gnade so gl&#252;cklich (und anspruchslos), dass als Lohn f&#252;r die langfristige Besch&#228;ftigung in gemeinn&#252;tzigen Jobs [...] ein „symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-S&#228;tze“ reiche, der – nat&#252;rlich – ohne Mehrkosten f&#252;r den Staat realisierbar sei. Logo! Gutmenschentum von oben zum Nulltarif. Wo lebt diese Frau eigentlich? Was sie dort absondert ist Westerwelle light: Blumig in der Sprache; ultraliberal in der Sache.

Wie ist Ihre Meinung zu der kontr&#228;ren Ansicht Ihrer Parteikollegin?

Sie schreiben:

&#039;Vom Gedanken des F&#246;rderns haben sich die Regierungskoalition&#228;re in Bund und Stadt anscheinend verabschiedet.&#039;

Binse! Die Frage allerdings ist, ob es jemals ein echtes F&#246;rdern gab. Gradmesser daf&#252;r soll meines Erachtens die Erfahrung und Meinung der HARTZ-IV-Betroffenen sein, nicht die auf kalten Zahlenmanipulationen beruhenden Propagandaverlautbarungen von Weise, Steil und B&#246;senberg.

Wie sehen Sie das?

Sie schreiben:

&#039;Und es fehlt an einem gesetzlichen Mindestlohn, der Erwerbst&#228;tigkeit menschenw&#252;rdig entgeltet.&#039; Klar doch!

SPD-Kollege Guntram Schneider hingegen propagiert seinerseits den dritten Arbeitsmarkt, „f&#252;r Menschen, die so viele Handicaps haben, dass sie in regul&#228;re Besch&#228;ftigung nicht zu vermitteln sind.“

Wie stehen Sie zu diesem Widerspruch?

Generell interessiert mich, was Sie KONKRET vorschlagen, um die Situation der HARTZ-Opfer zumindest etwas ertr&#228;glicher zu machen.

Gru&#223;,

Manfred Bensel</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr Neumann,</p>
<p>Ihren Artikel kann ich – aus schlechtem Grund – nicht unkommentiert lassen.</p>
<p>Sie echauffieren sich – zu Recht – &#252;ber die unsoziale Behandlung der HARTZ-IV-Opfer durch den oliv-gr&#252;nen Senat. Gut gebr&#252;llt, L&#246;we!</p>
<p>Wenn man allerdings bedenkt, dass dieses gigantische Armutserzeugungs- und Entrechtungsprogramm auf massiven Druck – unter Verrat aller sozialdemokratischen Ideale – von unserem ehemaligen Bundes-Abkanzler Schr&#246;der, ausgearbeitet von einem vorbestraften Industrie-Manager unter Duldung der Gr&#252;nen und des halbherzigen Aufbegehrens von SPD-Mitglied Michael Sommer durchgepeitscht wurde, sollte man sich – vor allem als f&#252;hrendes SPD-Mitglied – in stiller Demut &#252;ben.</p>
<p>Von Anfang an war das kolportierte &#8216;F&#246;rdern und Fordern&#8217; eine Farce. Gesetzes&#228;nderungen waren in der Regel deutliche Verschlechterungen; viele Zumutungen sind meines Erachtens verfassungswidrig. Beispiel: Dass die Wahl einer eigenen Wohnung f&#252;r HARTZ-IV-Opfer erst ab 25 Jahren m&#246;glich sein soll, ist ein Unding und meiner Ansicht nach ausschlie&#223;lich wirtschaftlichen &#220;berlegungen geschuldet.</p>
<p>Ich selbst habe nach jahrelangem Erleiden des &#8216;Services&#8217; seitens der ARGEn (vor allen Dingen der in Wandsbek) nun die Aufgabe, jungen Menschen mit &#8216;multiplen Vermittlungshemmnissen&#8217;, wie es in der technokratisch-kalten HARTZ-IV-Diktion so entlarvend hei&#223;t, zu helfen. – Was sich da f&#252;r Abgr&#252;nde auftun, k&#246;nnte Thema f&#252;r ein eigenes Blog sein. Ich m&#246;chte daher noch nicht einmal ansatzweise eine skizzenhafte Zusammenfassung bringen; dies w&#252;rde den Rahmen bei weitem sprengen.<br />
Fakt ist, dass die Durchf&#252;hrung dieses Armutserzeugungs- und Entrechtungsprogramms – entgegen aller Hochglanz-Propaganda – nach folgendem Motto geschieht: &#8216;Fordern und &#220;berfordern&#8217;!</p>
<p>Nun zu einigen Aussagen in Ihrem Artikel:</p>
<p>Sie schreiben:</p>
<p>&#8216;Auch Menschen, die schon l&#228;nger arbeitslos sind, d&#252;rfen mit Hinweis auf die allgemeine Entwicklung nicht abgeschrieben werden.&#8217; – Kann ich voll unterst&#252;tzen.</p>
<p>Ihre Partei-Kollegin im Bundesland NRW sieht das wohl anders. Sie wird in folgendem Artikel (<a href="http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Hartz-IV-Sozialstaat;art122,3050868" rel="nofollow">http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Hartz-IV-Sozialstaat;art122,3050868</a>) mit der Aussage zitiert: &#8216;„Wir m&#252;ssen endlich ehrlich sein: Rund ein Viertel unserer Langzeitarbeitslosen wird nie mehr einen regul&#228;ren Job finden“. &#8230; Daher sei es notwendig, einen gemeinwohlorientierten Arbeitsmarkt aufzubauen.&#8217; Danach folgt in butterweichen Worten eine Almosen-orientierte Argumentationskette: Von einer Chance, „im Rahmen ihrer M&#246;glichkeiten f&#252;r die Gesellschaft etwas zu leisten“ und einem Angebot, das ihnen eine „w&#252;rdevolle Perspektive“ gebe, ist dort die Rede. Und diese armen, armen Menschlein sind von soviel staatlich verordneter Gnade so gl&#252;cklich (und anspruchslos), dass als Lohn f&#252;r die langfristige Besch&#228;ftigung in gemeinn&#252;tzigen Jobs [...] ein „symbolischer Aufschlag auf die Hartz-IV-S&#228;tze“ reiche, der – nat&#252;rlich – ohne Mehrkosten f&#252;r den Staat realisierbar sei. Logo! Gutmenschentum von oben zum Nulltarif. Wo lebt diese Frau eigentlich? Was sie dort absondert ist Westerwelle light: Blumig in der Sprache; ultraliberal in der Sache.</p>
<p>Wie ist Ihre Meinung zu der kontr&#228;ren Ansicht Ihrer Parteikollegin?</p>
<p>Sie schreiben:</p>
<p>&#8216;Vom Gedanken des F&#246;rderns haben sich die Regierungskoalition&#228;re in Bund und Stadt anscheinend verabschiedet.&#8217;</p>
<p>Binse! Die Frage allerdings ist, ob es jemals ein echtes F&#246;rdern gab. Gradmesser daf&#252;r soll meines Erachtens die Erfahrung und Meinung der HARTZ-IV-Betroffenen sein, nicht die auf kalten Zahlenmanipulationen beruhenden Propagandaverlautbarungen von Weise, Steil und B&#246;senberg.</p>
<p>Wie sehen Sie das?</p>
<p>Sie schreiben:</p>
<p>&#8216;Und es fehlt an einem gesetzlichen Mindestlohn, der Erwerbst&#228;tigkeit menschenw&#252;rdig entgeltet.&#8217; Klar doch!</p>
<p>SPD-Kollege Guntram Schneider hingegen propagiert seinerseits den dritten Arbeitsmarkt, „f&#252;r Menschen, die so viele Handicaps haben, dass sie in regul&#228;re Besch&#228;ftigung nicht zu vermitteln sind.“</p>
<p>Wie stehen Sie zu diesem Widerspruch?</p>
<p>Generell interessiert mich, was Sie KONKRET vorschlagen, um die Situation der HARTZ-Opfer zumindest etwas ertr&#228;glicher zu machen.</p>
<p>Gru&#223;,</p>
<p>Manfred Bensel</p>
]]></content:encoded>
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