Ich bin enttäuscht über das Verhalten der Senatsfraktionen in der Bürgerschaftsdebatte über den Verkauf von Kunstschätzen aus den Hamburger Sammlungen der Museen. CDU und GAL hatten die Überweisung eines SPD-Antrages in den Kulturausschuss verweigert, obwohl sie im Vorwege eine Überweisung zugesagt hatten. Die Senatsfraktionen haben ihre Zusage offenbar zurückgezogen, weil ihnen der Verlauf der Bürgerschaftsdebatte nicht gepasst hat. Mit dieser Entscheidung haben sich CDU und GAL bei den an Kultur interessierten Menschen enorm blamiert.
CDU und GAL setzten sich nicht für den Erhalt der Hamburger Kunstschätze ein. Das ist die Nachricht zu dieser Debatte. Wir hatten an CDU und GAL appelliert, die Diskussion um den Verkauf von Kunstschätzen endlich zu beenden. Das Bekenntnis aller Parteien zu den Hamburger Kunstschätzen hätte eine Signalwirkung für Museen, Sammler und Stifter von Kunstwerken haben können. Doch so wird der Flurschaden, den die Koalition in der Kunst- und Kulturszene bereits angerichtet hat, nur noch größer.
Fragwürdig ist auch das Verhalten der Kultursenatorin, die sich in der Debatte – anders als vorhergesehen – nicht äußerte, als ihr das Wort gegeben wurde. Wir werden zukünftig ein wachsames Auge darauf haben müssen, wie der Senat mit den Kunstschätzen dieser Stadt umgeht. Ich hätte mir ein anderes Ergebnis dieser Debatte gewünscht.

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