Mit 88 Ja-Stimmen von 93 abgegebenen Stimmen wurde Uwe Polkaehn am heute in Lübeck zum neuen Vorsitzenden des DGB Bezirk Nord gewählt. Der 54 Jährige, der in den letzten sechs Jahren an der Spitze der DGB Region Schleswig-Holstein Südost stand, wurde damit Nachfolger von Peter Deutschland, der wegen Erreichens der Altersgrenze nicht wieder kandidierte.

Der neue DGB Bezirksvorsitzende sprach sich in der Konferenz dafür aus, eine stärkere Kooperation im Norden anzustreben. Der Norden sei ein gemeinsamer Wirtschaftsraum und Arbeitsmarkt und Industriepolitik ende nicht an Landesgrenzen. “Zukunft für den Norden heißt, Kooperation statt Konkurrenz, Einheit in der Vielfalt, Stärken entdecken und Kräfte bündeln”, so Polkaehn.

In seiner programmatischen Erklärung betonte Polkaehn, dass der DGB “Anwalt für gute Arbeit und für eine soziale und gerechte Gesellschaft” sei. Er kritisierte die starke Ausweitung des Niedriglohnsektors und dass fast eine halbe Milliarde Euros an Steuergelder aufgebracht werden müssten, um Niedriglöhne zu subventionieren.

Zur Schärfung des Profils des DGB sagte Polkaehn, dass der “DGB und die Gewerkschaften die Experten zum Thema Arbeit sind und der DGB der Kristallisationspunkt für soziale Gerechtigkeit ist”. Er bot allen drei Landesregierungen konstruktive Gespräche an, aber “ohne Gegenleistung wird es auch vom DGB keine Schönwetter-Termine geben”.

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