Ich bin über das Scheitern der Verhandlungen zwischen der Initiative “wir wollen lernen” einerseits und Hamburger Senat andererseits enttäuscht.

Ein Konsens über die künftige Entwicklung der Hamburger Schulen ist für den Zusammenhalt unserer Stadt wichtig. Ich bin traurig, dass die Herren von Beust für den Senat und Scheuerl für die Initiative es nicht geschafft haben, eine gemeinsame Linie zu erarbeiten. Am meisten haben unter dem Scheitern die Schüler und Eltern in Hamburg zu leiden. Wir Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten nehmen das nicht hin. Wir halten am Ziel des langfristigen Schulfriedens fest. Und deshalb sind wir weiter bereit, uns mit dem Senat über Änderungen an der geplanten Schulreform zu verständigen. Wir wollen eine breitere Zustimmung zur Reform und halten den Weg zu einem parteiübergreifenden Konsens weiter für gangbar.

Ich erinnere an meinen Vorschlag aus dem vergangenen Sommer, dass parteiübergreifend ein Schulkonsens wie in Bremen geschaffen werden sollte, der über die Legislaturperiode hinaus und über einen Regierungswechsel nach 2012 halten soll. Dafür muss jeder über seinen Schatten springen. Wir sind im Interesse unserer Stadt dazu bereit.

Ein Kommentar zu “Schulfrieden erreichen”

  1. Paul Kindermann Schreibt:

    Lieber Herr Neumann,
    ich bin Schüler (seit ca. 1 Jahr Mitglied in der SPD) und auch ich halte die Unsicherheit und den fehlenden Konsens hinsichtlich der/den Hamburger Schulreformen für unverschämt! Allerdings bin ich mit einer Vielzahl von Aspekten der neuen Schulreform zur Primarschule, 6 Grundschuljahren etc. vollkommen einverstanden. Ich halte es dafür für noch viel verwerflicher, dass sich viele Besserverdiener Hamburgs nun mit all ihrer Macht und ihrem Geld gegen die angestrebten, gleichen Lernchancen stämmen. Wäre es nun nicht einmal angebracht sich eher hinter die Reform an sich, anstatt immer wieder gegen die Akteure dahinter zu stellen ?
    mit herzlichen Grüßen,
    Paul

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