Was für Innensenator Ahlhaus die Reiterstaffel ist, ist für Wissenschaftssenatorin Gundelach offensichtlich der Umzug der Universität – ein Lieblingsprojekt mit fragwürdigem Wert.
Die Senatorin isoliert sich mit ihrer Position und hat sich offensichtlich in ein Projekt verrannt, für dessen Umsetzung nach Aussage des Oberbaudirektors die Summe von fünf Milliarden Euro eingeplant werden müsste. Die Haushaltslage ist dramatisch. Auf Hamburg kommen durch die Steuergesetze der neuen Bundesregierung neue Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe zu. Vor diesem Hintergrund erweckt die Wissenschaftssenatorin mit ihrem Festhalten an den Umzugsplänen den Eindruck, sie sei der realen Welt entrückt. Pläne, wie sie die Senatorin verfolgt, können angesichts der derzeitigen Finanzlage der Stadt draußen niemand nachvollziehen.
Das Vorgehen Gundelachs legt darüber hinaus den Verdacht nahe, dass die Senatorin in erster Linie den neuen Präsidenten der Universität vor vollendete Tatsachen stellen will. Dieser hatte am vergangenen Freitag – im Beisein der Senatorin – noch erklärt, vor einer Entscheidung über einen Umzug müssten alle Fakten und Argumente gründlich geprüft werden. Auch vor diesem Hintergrund erscheint die Position Gundelachs “hochgradig fragwürdig”.
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