Ich warne vor einem Kollaps der Frauenhäuser in Hamburg und fordere den Senat auf, sicherzustellen, dass in den Frauenhäusern ausreichend Notplätze für Frauen zur Verfügung stehen. Ich bezweifele die Aussage des Senats, das Angebot an Plätzen in den Frauenhäusern entspreche der Nachfrage.
Ich verweise auf Informationen aus den Beratungsstellen. Diesen haben berichtet, sie unternähmen schon gar keine Versuche mehr, geprügelte oder bedrohte Frauen in den Frauenhäusern unterzubringen, da diese permanent belegt sind. Betroffene Frauen müssen dann unter Umständen mit ihren Kindern in Frauenhäusern außerhalb Hamburgs untergebracht werden oder auf Notbetten im Keller auf eine Weitervermittlung warten. Das ist ein fatales Signal für die Frauen. Und das erschüttert das Vertrauen, in der Not wirklich Hilfe zu erhalten.
Die Zahl der Frauen, die außerhalb Hamburgs untergebracht werden mussten, hat sich von 81 im Jahr 2007 auf 169 im Jahr 2008 mehr als verdoppelt. Für Frauen, die in Hamburg arbeiten und deren Kindern, die in Hamburg zur Schule gehen, ist auswärtige Unterbringung ein weiteres Problem in einer ohnehin schon schwierigen Zeit. Es ist eine Schande für Hamburg, dass wir überhaupt darüber diskutieren müssen, ob Hamburg ausreichend Schutz für von Gewalt und Zwang traumatisierte Frauen und ihre Kinder zur Verfügung stellt. Im Vordergrund dürfen nicht abstrakte Bedarfsberechnungen sondern der Schutz der Rechte der Frauen im akuten Notfall stehen. Der Senat muss jetzt unverzüglich handeln. Ich fordere einen Landesaktionsplan zur Bekämpfung der Gewalt an Frauen und Schritte, um den Kollaps von Frauenhäusern zu verhindern.
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