Wie der “Focus” berichtet, hat das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG der Arbeit des Ausichtsrates wie des Vorstandes der HSH Nordbank ein verheerendes Zeugnis ausgestellt. Es soll keinerlei Sicherungs- und Kontrollmechanismen gegeben habe. Der Aufsichtsrat soll fortwährendes Desinteresse an den waghalsigen Geschäften des Vorstandes gezeigt haben. Sie sollen schlicht “gepennt” haben!
Gleichzeitig wenden sich wohl immer mehr Kunden von der HSH Nordbank ab. Wie die WELT am Sonntag zu berichten weiß, mehren sich Schreiben bisheriger Geschäftspartner, die sich durch das asoziale Abgezocke des Herrn Nonnenmacher abgestoßen fühlen. Zu recht, wie ich finde.
Offensichtlich entwickelt sich der Retter und Heilsbringer – Sichtweise der Herren von Beust, Carstensen und Freytag – immer mehr zu einem erheblichen Geschäftsrisiko der HSH Nordbank.
Ich bin ohnehin der Auffassung, dass Herr Nonnenmacher sich als Vorstand einer de facto Staatsbank völlig ins Abseits manöviert hat. Spätestens mit der Bonuszahlung von 2,9 Mio. € und dem gleichzeitigen streichen der Boni für alle anderen Mitarbeiter (Hamburger Morgenpost) ist dieser Mann weder charakterlich, noch menschlich geeignet, diese wichtige Funktion weiter auszuüben. Und wenn er, wie der liebe Herr von Beust immer wieder behauptet, so tolle Angebote anderer Banken hat, dann mag Herr Nonnenmacher endlich seinen Hut nehmen und nach London oder sonstwo gehen.
Zum KPMG-Gutachten: Jetzt wird von neutraler Stelle als das festgesellt, was Werner Marnette, aber auch meine Fraktion seit Wochen und Monaten an Vorwürfen erhoben haben: Der Aufsichtsrat hat völlig versagt.
Jetzt ist es an der Zeit, nicht nur strafrechtliche Schritte gegen die Herren einzuleiten, sondern auch persönliche Verantwortung durch Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Da die Herren von Beust und Freytag weder Willens noch in der Lage sind, vor der Bundestagswahl reinen Tisch zu machen, und zumindest politisch Verantwortung zu übernehmen, muss zumindest rechtlich geprüft werden, wie solche Versager in den Aufsichtsräten auch finanziell in die Verantwortung genommen werden können.
Ich habe mich ohnehin immer gefragt, wie man es schaffen kann, in so vielen Aufsichtsräten zu sitzen. Offensichtlich galt dort das Prinzip des “breiten Hinterns”. Und dann noch – wie Herr Wolfgang Peiner – sich die Taschen voll machen lassen. Das ist mehr als eine Ohrfeige für die Menschen in Hamburg …