Ich bin über die nun offenbar bevorstehende Schließung des Museums für Kommunikation am Stephansplatz enttäuscht. Nach Informationen meiner Fraktion soll das Museum Mitte Oktober den Betrieb einstellen. Mit dem Museum ginge Hamburg ein Schmuckstück verloren. Die gesamte Sammlung des Museums soll nach unseren Informationen nach Berlin verlagert werden. Ich habe den Eindruck, die politisch Verantwortlichen in Hamburg haben sich – jenseits von Zuständigkeitsfragen – mit ihrem Engagement zur Rettung des Museums stark zurückgehalten.
Meine Fraktion hat seit längerem auf die ungeklärte Zukunft des Museums hingewiesen. Auf eine Anfrage meiner Fraktion von Anfang Dezember 2008 hatte der Senat geantwortet, dass er für das Museum nicht zuständig sei. Dem Senat lägen jedoch keine Informationen darüber vor, dass der Fortbestand des Museums in Hamburg gefährdet sei. Die Kulturbehörde hatte sich noch im Februar dieses Jahres in gleicher Weise geäußert. Sollten sich die Informationen über eine Schließung des Museums bewahrheiten, müsste die Kulturbehörde sich unangenehme Fragen stellen lassen.
Das Museum wird von der Museumsstiftung für Post und Telekommunikation betrieben. Im vergangenen Jahr zählte das ehemalige Postmuseum rund 30.000 zahlende Besucher. Das entsprach einer Steigerung um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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