Ich fordere den Senat auf, sich für eine Verbesserung der Situation im Schienennahverkehr zwischen Hamburg und dem südlichen Umland einzusetzen. Hintergrund sind die teilweise drastisch gestiegenen Fahrgastzahlen auf den entsprechenden Strecken.

Es ist gut, wenn immer mehr Menschen vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umsteigen. Alle Verantwortlichen müssen aber dafür sorgen, dass Angebot und Service im Nahverkehr so gut sind, dass er langfristig eine Alternative zum Auto sein kann. Es muss erneut über eine Ausweitung der Kapazitäten am Hamburger Hauptbahnhof nachgedacht werden.

Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Antwort des Senats auf eine Kleine Anfrage meiner Fraktion. In der Antwort räumt der Senat eine Auslastung von Eisenbahnzügen zwischen Hamburg und dem südlichen Umland von fast 140 Prozent ein. So liege die Auslastung der Metronom-Züge zwischen Hamburg Harburg und Hamburg Hauptbahnhof – trotz der parallel fahrenden S-Bahn – in den Wochentagen in beiden Richtungen bei bis zu 132 Prozent.

Der Trend hin zur Nutzung der Eisenbahn im Nahverkehr ist sehr erfreulich. So haben es zwischen 2003 und 2008 auf der Strecke zwischen Hauptbahnhof und Harburg an Werktagen einen Fahrgastzuwachs von 80 Prozent gegeben, auf der weiterführenden Strecke nach Winsen sogar um 102 Prozent. Sonnabends ist die Zahl der Fahrgäste sogar um 129 Prozent gestiegen – von 7600 auf 17.400. Noch größere Steigerungen beim Passagierzuwachs gibt es auf dieser Strecke laut Senat an Sonntagen: von 5000 Passagieren im Jahr 2003 auf 11.9000 im Jahr 2008. Das entspricht einer Steigerung um 138 Prozent.

Angesichts dieser Entwicklung müssen die Verantwortlichen reagieren. Sollte eine engere Taktung bei den Nahverkehrszügen in den Stoßzeiten nicht möglich sein, müssen eben mehr Wagen eingesetzt werden. Die beste Werbung für den öffentlichen Nahverkehr ist Service und Kundenorientierung. Damit bekommt man mehr Leute vom Auto zur Bahn als mit millionenschweren Werbekampagnen.

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