Scheinheilige Distanzierung
Die Herren Freytag und von Beust empören sich jetzt über die Raffgier von HSH-Chef Nonnenmacher. Dabei waren es offensichtlich sie selbst, die die vertraglichen Grundlagen für die Selbstbedienung des HSH-Chefs geschaffen haben.
Im Oktober 2008 bezeichnete Finanzsenator Freytag die HSH Nordbank als „im Kern gesund“. Im November 2008 stand die Bank bereits am Abgrund und brauchte Staatshilfe. In dieser Situation hätte man einen solchen Vertrag mit Nonnenmacher nicht schließen dürfen. Dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrats, der über Vergütung der Vorstände zu entscheiden hat, gehörte seit dem 8. März 2008 Finanzsenator Freytag an.
Es ist scheinheilig, in dieser Situation zunächst solche unanständigen Verträge zu schließen und sich anschließend damit herauszureden, dass es unabweisbare vertragliche Ansprüche gibt. Weiterlesen →
