Der Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands (EKD) hat eine Denkschrift zur nachhaltigen Entwicklung im Zeichen des Klimawandels veröffentlicht. Franz Müntefering begrüßte das Papier. Es werde “„die gesellschaftliche Debatte über eine ökologische Umsteuerung der Ökonomie weiter befördern”.
In der Denkschrift mit dem Titel , “Umkehr zum Leben. Nachhaltige Entwicklung im Zeichen des Klimawandels” fordert der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland die Ausrichtung der Antworten auf die Finanzkrise am Leitbild einer generationen- und klimagerechten Entwicklung. Eine Position, die von der Sozialdemokratie geteilt wird. “Wir begrüßen die klaren Worte der EKD sehr”, unterstrich der SPD-Parteivorsitzende Franz Müntefering.
Nötig ist aus Sicht der EKD wie auch der SPD ein umfassender ökologischer “New Deal”, in dem Ökonomie, Umweltschutz und Soziales ineinander greifen und sich wechselseitig stärken.
In ihrem Regierungsprogramm sieht die SPD dafür eine nachhaltige Entwicklung der Industrie- und Energielandschaft vor. Nur so könne die “Reduktion des Kohlendioxidausstoßes von 80 bis 95 Prozent gegenüber 1990 bis zum Jahr 2050″ erreicht werden, weiß Müntefering und fügt hinzu: “Das ist Inhalt sozialdemokratischer Politik und bleibt Ziel unseres Regierungsprogramms.”
Ebenso wichtig aus Sicht von EKD und SPD ist, die Entwicklungsländer beim Zugang zu moderner, nachhaltiger Energieversorgung umfassend zu unterstützen. “Atomkraft kann dabei keine konstruktive Rolle spielen”, unterstrich Müntefering. “Der Energieeffizienz und den Erneuerbaren Energien kommt eine umso größere zu.”
Der Parteivorsitzende mahnte entschlossenes Handeln von jedem an, der “die Zukunftsfähigkeit der Menschheit”, soziale Gerechtigkeit, Freiheit und Solidarität ernst nimmt: “Mit konkreten Maßnahmen für gleichzeitig eine sichere und ausreichende Energieversorgung und für Klimaschutz.”
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