Vor dem Hintergrund des unmittelbar bevorstehenden Rückzuges der Präsidentin der Universität:

Wissenschaftssenatorin Gundelach muss jetzt handeln. Es muss auch ihr im Verlaufe der letzten Woche klar geworden sein, dass das Verhältnis zwischen Universität und Universitätspräsidentin unheilbar zerrüttet ist. Ihr Brief an die Mitglieder der Universität ist ebenso wie die vorherige Demutsbekundung nur mehr als bloßes Lippenbekenntnis aufgenommen worden. Jetzt besteht die Chance für einen Neuanfang an der Universität – und der muss genutzt werden. Die Wissenschaftssenatorin ist gefordert, dafür die Bedingung zu schaffen.

Einen Neuanfang muss für die Universität auch bedeuten, dass ein Struktur- und Entwicklungsplan in einem offenen Diskurs in der Universität zu einer neuen inhaltlichen Profilbildung kommt.

Einen Neuanfang muss die Wissenschaftssenatorin schaffen, indem sie das so genannte Wissenschaftsförderungsgesetz vollständig zurücknimmt und das Hochschulgesetz in entscheidenden Punkten verändert. Es muss an Hamburgs Hochschulen wieder zu einer wirklichen akademischen Mitwirkung und Mitentscheidung kommen.

Und es muss einen Neuanfang zur baulichen Entwicklung der Universität geben. Die Universitätspräsidentin hatte ihr Schicksal an die Verlagerung der Uni auf den Kleinen Grasbrook in den Hafen geknüpft. Es muss jetzt ohne Verzug eine klare Entscheidung für den Ausbau der Universität an ihrem jetzigen Standort getroffen werden. Die Wissenschaftssenatorin ist in der Pflicht, für die Universität sofort zu handeln.

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