Die vom Senat offensichtlich geplanten Preiserhöhungen für den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) sind irritierend. Mit immer neuen Preiserhöhungen ist das vernünftige Ziel nicht zu erreichen, mehr Menschen zum Umsteigen auf den öffentlichen Nahverkehr zu bewegen.
Man muss Verständnis für die Belastungen der Unternehmen durch die gestiegenen Energiepreise haben. Die Argumentation, die Preiserhöhung allein darauf zurückzuführen, ist aber nicht überzeugend. Denn es ist kaum vorstellbar, dass im Falle sinkender Energiekosten die Fahrpreise wieder gesenkt werden. Ich habe den Eindruck, Umweltsenatorin Hajduk will ohne die notwendige öffentliche Diskussion Fakten schaffen.
Ohne diese Diskussion bleiben Fragen zu der offensichtlich geplanten Tariferhöhung – zum Beispiel mit Blick auf die mögliche Wiedereinführung des Sozialtickets oder den angeküdigten Bau eines Stadtbahn-Netzes. Die Pläne für eine neue Preiserhöhung beweisen in erster Linie, dass der HVV nicht Geld im Übermaß hat. Das ist kein Vorwurf. Wenn aber in Zukunft die Hochbahn auch noch für die marode Hafenbahn verantwortlich ist, dann ist zu befürchten, dass auf die Hochbahn-Nutzer schon bald neue Preiserhöhungen zukommen.
Den Kunden muss im Falle einer Tariferhöhung spürbare Verbesserungen im Angebot des HVV angeboten werden. CDU und GAL dürfen auch nicht ausblenden, dass die Preisanhebung in jedem Fall für viele Menschen eine finanzielle Mehrbelastung darstellt.
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