Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer sagte im Radiosen-der MDR: „Was ich an der Linkspartei respektiere, ist ihre sehr intensive Basisarbeit, und das fehlt mir bei der CDU” (…) Darüberhinaus schloss Böhmer eine Koalition mit der Linken nicht generell aus. Gegenwärtig könne er sich das zwar nicht vorstellen, er betrachte ein Angebot des Fraktionsvorsitzenden der Linken, Wulff Gallert auch nicht als „unmoralisch”. Böhmer: „Wenn demokratische Parteien nicht grundsätzlich koalitionsfähig sind, schaffen wir die Demokratie ab” (Mitteldeutsche Zeitung, 17.7.2008).
Der Dresdner CDU-Kreisvorstand segnete die inhaltliche Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Wahl von Beigeordneten mit der Linksfraktion.PDS ab: Der Kreisvorsitzende Lars Rohwer stellte fest, man habe den Plan „zustimmend zur Kenntnis genommen“ (DNN, 10.7.2008). Zudem könnte er sich Politiker der Linksfraktion.PDS als Verbündete der lokalen CDU vorstellen. „Noch ist niemand auf mich zugekommen und es wird deswegen sicher harte Diskussionen geben. Aber ich kann mir einen Stadtrat ohne solche Persönlichkeiten schwer vorstellen“ (MoPo, 10.7.2008).
Michael Kretschmer, Generalsekretär der CDU Sachsen und Ministerpräsident Sta-nislaw Tillich stützten zwar die Grundthesen des Papiers des Fraktionsvorsitzenden Steffen Flath zur Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit mit der Linkspartei, formulieren aber Ausnahmen: Wahl von Verfassungsrichtern, Einhaltung von Verfassung oder Gemeindeordnungen (Dresdner Neueste Nachrichten, 29.09.2008).
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