Mein Kollege Fraktionsvorsitzender von der CDU Bernd Reinert hat erklärt, dass er nicht erneut für den Vorsitz seiner Fraktion kandidiere. Nun können wir beide nicht von einander behaupten, dass wir in den letzten vier Jahren Freunde geworden seien, aber die Arbeit im Parlament und die manchmal ähnlichen Probleme, äh, Herausforderungen bei der Führung einer großen Fraktion lassen Sympathien entstehen. Bei mir zumindest.

Der aufmerksame Zeitungsleser konnte ja schon am vergangenen Samstag in der BILD Hamburg lesen, dass Herr Reinert abgelöst werden sollte. Am Dienstag folgte dann ein noch eindeutigerer – lancierter – Artikel im Hamburger Abendblatt. Nun ist Veränderung nicht ungewöhnliches nach einer Wahl. Auch ich habe gegen den damals amtierenden Vorsitzenden kandidert. Aber einen Vorsitzenden öffentlich in der Zeitung zu schlachten, ist wohl kaum der – von Herr von Beust so gern eingeforderte – hanseatische Stil. Außerdem hat Bernd Reinert das auch nicht verdient.

Ich finde diesen Umgang nicht in Ordnung. Aber vielleicht ist das in der Politik so. Wir Sozialdemokraten sind da ja auch keine Kinder von Traurigkeit… Bernd Reinert wünsche ich, dass er sich über seinen erzwungenen Abgang nicht zu lang ärgert.

“Alles Gute Herr Reinert! Sie waren ganz in Ordnung. :)”

Keine Kommentare bisher

Hinterlassen Sie einen Kommentar →