Wer soll einen Kinder- und Jugendbericht ernst nehmen, in dem die Unterschiede der Hamburger Stadtteile und die vom CDU-Senat zu verantwortende soziale Spaltung der Stadt nicht vorkommen?

Sozialsenatorin Schnieber-Jastram hat insbesondere die sozial- und bildungspolitische Dimension der Kita-Politik nicht begriffen. Sie handelt – wenn überhaupt – in der Regel nur als Getriebene.

Schnieber-Jastram hat den frühen Zugang für Kinder arbeitsloser Eltern verschlechtert oder ganz versperrt und diesen Zugang für die Eltern verteuert. Sie hat nichts dazu getan den Kreislauf von Armut und Bildungsferne zu unterbrechen. Schnieber-Jastram hat die Qualität der Kindertagesbetreuung verschlechtert und die Eltern nicht entlastet, sondern belastet.

Während der DGB und die Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände in bemerkenswerter Einigkeit die Beitragsfreiheit für frühkindliche Bildung fordern, hat Schnieber-Jastram eine wirre Regelung für Kinder mit Sprachförderbedarf verabschiedet, die das letzte Jahr beitragsfrei stellt, aber nur für den Besuch der Vorschule. Das ist stümperhaft und Stückwerk!

Ich fordere einen Kurswechsel hin zu einer frühen Förderung von Kindern in Hamburg. Eltern brauchen für ihre Kinder eine qualitativ hochwertige und verlässliche Betreuung und Bildungsangebote. Für diese zentrale gesellschaftliche Aufgabe benötigen die pädagogischen Mitarbeiter der Kinderbetreuungseinrichtungen gute Rahmenbedingungen und Anstrengungen in Aus- und Weiterbildung.

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